ParasitenEinmaleins des Ungeziefers

Wenn Reisende oder Ausflügler ankommen, sind sie oft schon da: Kriebelmücken, Bettwanzen oder "kissing bugs". Wie gefährlich das Getier ist und wie Sie sich schützen.

Von Berit Uhlmann

Kakerlaken

Nachts kommt es besonders häufig zu den gespenstischen Begegnungen. Schaltet der schlaftrunkene Mensch das Licht in der Küche an, flitzen die Insekten wie an Schnüren gezogen aus Obstkörben, Schüsseln oder Mülltüten in ihre Verstecke. Kakerlaken können mehrere Zentimeter groß werden und sind für viele Menschen der Inbegriff des Ekels. Das ist nicht ganz unbegründet, denn die Insekten neigen zum Auftritt in großen Schaaren, sondern ein stinkendes Sekret ab und fressen ungefähr alles: vom Schokoriegel über Exkremente bis zu toten Artgenossen.

Vorkommen: Am häufigsten begegnet man den Insekten in den Tropen und Subtropen. Doch sie kommen nahezu überall auf der Welt vor. Eine der am weitesten verbreiteten Arten trägt übrigens den Namen Blattella germanica, das heißt: Deutsche Schabe.

Gefahr: Die Tiere können Krankheitserreger - vor allem Durchfallkeime - auf Lebensmittel übertragen. Allergische Reaktionen sind möglich. Doch verglichen mit vielen anderen Parasiten ist das Gesundheitsrisiko eher klein.

Abwehr: Kakerlaken sind schnell, zäh und können sich mit ihrem platten Körper auch in schmalsten Ritzen verstecken. Wer eine nennenswerte Anzahl von Schaben in seiner Wohnung findet, sollte lieber gleich den Fachmann rufen. Als Erste-Hilfe-Maßnahme ist wichtig, Lebensmittel in fest verschlossenen Behältern aufzubewahren. Wer im Urlaub auf die bräunlichen Tiere trifft, tut gut daran vor der Rückreise zu kontrollieren, dass sich keine Schabe in seinem Gepäck eingenistet hat.

Bild: dpa/dpaweb 6. August 2018, 11:472018-08-06 11:47:00 © Sz.de/chrb/stein