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Krankheiten - Potsdam:LIGA: Mangel an Schutzkleidung in sozialen Einrichtungen

Brandenburg
Desinfektionsmittel, Mundschutz und Einmalhandschuhe. Foto: Barbara Gindl/APA/dpa/Symbolbild (Foto: dpa)

Potsdam (dpa/bb) - Zum sofortigen Handeln angesichts eines dramatischen Mangels an Schutzausrüstung gegen das Coronavirus haben Wohlfahrtsverbände in Brandenburg die Landesregierung aufgefordert. Werde der Bedarf nicht schnell gedeckt, drohten Schließungen stationärer und ambulanter Dienste der Altenhilfe, warnte die LIGA der Freien Wohlfahrtspflege am Donnerstag in einer Mitteilung. Betroffen davon seien neben Pflegeeinrichtungen und -diensten auch Einrichtungen und Dienste für Menschen mit Behinderungen, Rehabilitationsangebote sowie Angebote zur Suchthilfe.

"Es muss persönliche Schutzausrüstung in ausreichendem und bedarfsorientiertem Umfang beschafft und durch öffentliche Stellen des Landes sowie den hierfür verantwortlichen kommunalen Gesundheitsämtern geregelt verteilt werden", sagte der LIGA-Vorsitzende Bernd Mones. Die Produktion im Inland müsse dringend angeschoben werden. Außerdem seien für den Notfall gesicherte Handlungsempfehlungen zum sachgerechten Mehrfachgebrauch von Einwegartikeln sowie zum Umgang mit Mehrwegmaterial notwendig.

Zahlreiche Pflegeeinrichtungen meldeten einen eklatanten Mangel an Mundschutz, Kitteln, Handschuhen und Desinfektionsmitteln, betonte Mones. "Wir dürfen die Mitarbeitenden nicht auf sich allein gestellt lassen und sie vor die dramatische Wahl des Schutzes Hilfsbedürftiger oder des Selbstschutzes stellen."

Zur Arbeitsgemeinschaft LIGA haben sich sechs Verbände der Freien Wohlfahrtspflege zusammengeschlossen: die Arbeiterwohlfahrt (AWO), das Diakonische Werk (DW), der Deutsche Caritasverband (DCV), der Deutsche Paritätische Wohlfahrtsverband (Der Paritätische), das Deutsche Rote Kreuz (DRK) und die Zentralwohlfahrtsstelle der Juden in Deutschland (ZWST).

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