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Krankenhäuser - Wiesbaden:Krankenhäuser wollen mehr Geld vom Land für Investitionen

Wiesbaden (dpa/lhe) - Hessens Krankenhäuser fordern vom Land deutlich mehr finanzielle Unterstützung für Investitionen. "Wir brauchen 460 Millionen Euro pauschale Fördermittel pro Jahr", sagte der geschäftsführende Direktor der Hessischen Krankenhausgesellschaft, Rainer Greunke, zum hessischen Krankenhaustag am Donnerstag in Wiesbaden. Derzeit stünden 280 Millionen Euro im Jahr bereit.

Für die Krankenhaus-Investitionen, die von technischem Gerät bis zum neuen Bettenhaus reichen, sind die Länder zuständig. Die laufenden Kosten der Gesundheitsversorgung wie etwa für Personal und Medikamente werden hingegen über die Krankenkassen finanziert.

Um die Finanzierungslücke bei den Investitionen zu schließen, griffen die Krankenhäuser teils auf eigene Mittel zurück, die sie bei den laufenden Kosten einsparen müssten, oder nähmen Darlehen auf, sagte Greunke. "Oder die Infrastruktur veraltet."

Die Mitarbeiter in der Krankenhäusern litten außerdem unter der wachsenden Nachweispflicht, beispielsweise über die personelle Besetzung der Stationen und Schichten. "Dies kostet viel wertvolle Arbeitszeit und frustriert", kritisierte Greunke. "Der Gesetzgeber sollte mehr Vertrauen in die Krankenhausmitarbeiter haben und Dokumentationspflichten zurückzuschrauben." In Hessen gibt es derzeit rund 160 Krankenhäuser.