bedeckt München 23°

Gesundheitssystem:Reich gespritzt

Kontrastmittel

Bilder aus dem Inneren des Körpers sind eine wichtige Hilfe für Ärzte. Kontrastmittel machen die Aufnahmen aussagekräftiger.

(Foto: Cavallini James/mauritius)

Viele Röntgenärzte machen satte Gewinne mit der Abrechnung von Kontrastmitteln. Das geht auch auf Kosten der Patienten.

Kontrastmittel sind sehr hilfreiche Medikamente. Sie können Ärzten zu besserem Durchblick verhelfen, wenn diese nach Krebsherden im Körper suchen, verkalkte Adern genauer betrachten oder das Fortschreiten der Multiplen Sklerose beurteilen wollen. Krankenkassen aber scheinen beim Thema Kontrastmittel eher blind zu sein. Jedenfalls nehmen sie es sehenden Auges hin, dass Ärzte und Firmen durch fragwürdige Abrechnungen mit diesen Mitteln der Solidargemeinschaft jedes Jahr einen Schaden in dreistelliger Millionenhöhe zufügen. Das zeigen Recherchen von Süddeutscher Zeitung, NDR und WDR. Und sie enthüllen einen weiteren, noch bedenklicheren Umstand. Offenbar verführen die lukrativen Abrechnungsmöglichkeiten Ärzte dazu, Patienten mit Kontrastmitteln zu behandeln, auch wenn dies gar nicht nötig ist.

SZPlus
SZ-Plus-Abonnenten lesen auch:
Teaser image
Nachhaltigkeit
Grüner wohnen
Teaser image
Psychologie
"Wie wir leben, beeinflusst unser Sterben"
Teaser image
Makroökonomik
"Europa fehlt der Funke"
Teaser image
Europa und China
Schaut auf dieses Land
Teaser image
Andriching
Teresa ist tot