Hautkrebs-Risiko Kein Sonnenbrand - kein Hautkrebs

Die genauen Mechanismen, durch die Melanome entstehen, sind nach wie vor nicht ganz klar. Heute gehen Wissenschaftler aber davon aus, dass nicht allein einzelne Überdosen an Sonne, wie beim Sonnenbrand, verantwortlich sind. Gefährlich wird es auch, wenn sich UV-Strahlung über Jahre langsam, aber stetig auf eine hohe Gesamtdosis summiert. "Beides scheint eine Rolle zu spielen und zu unterschiedlichen Formen des Melanoms zu führen", sagt Axel Hauschild, Leiter der Arbeitsgruppe Dermatologische Onkologie am Universitätsklinikum Kiel.

Beim Plattenepithelkarzinom (Spinaliom), einem weiteren bösartigen Hauttumor, haben etliche Beobachtungen einen klaren Zusammenhang gezeigt: Wer sich jahrelang sehr viel in der Sonne aufhält, erkrankt mit zunehmendem Alter häufiger an dieser Krebsform - und dies offenbar auch, wenn er keine Sonnenbrände erlitten hatte.

Auch beim Basaliom, der häufigsten aber weniger aggressiven Hautkrebsart, scheint es in vielen, aber nicht in allen Fällen, eine solche Korrelation zu geben.