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Gesundheit - München:Bürgerräte für Gesundheits- und Pflegethemen gefordert

Bayern
Klaus Holetschek (CSU) nimmt an einer Pressekonferenz teil. Foto: Karl-Josef Hildenbrand/dpa/Archivbild (Foto: dpa)

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München (dpa/lby) - Bayerns Gesundheitsstaatssekretär Klaus Holetschek und der Bürgerbeauftragte Michael Hofmann wollen bei der Lösung drängender Probleme im Gesundheits- und Pflegesystem normale Bürger unmittelbar beteiligen. Die beiden CSU-Politiker plädieren für regionale Bürgerräte, in denen zufällig ausgewählte Männer und Frauen zusammen mit Experten über konkrete Verbesserungsvorschläge beraten.

"Gesundheits- und pflegepolitische Themen gehen jede und jeden Einzelnen unmittelbar an. Wir müssen die Bürgerinnen und Bürger bei diesen Themen deshalb noch stärker mitnehmen und einbeziehen", forderten Holetschek und Hofmann in einer gemeinsamen Stellungnahme.

"Jede und jeder von uns geht zum Hausarzt, ins Krankenhaus, hat pflegebedürftige Angehörige oder muss selbst betreut werden. In der Bevölkerung haben wir deshalb einen enormen Erfahrungsschatz, wenn es darum geht, wie unser Gesundheitssystem funktioniert - und an welchen Stellen es hakt. Diesen Schatz wollen wir heben", erklärten sie.

Das Gesundheitssystem müsse wieder mehr von den Menschen her gedacht und transparenter gestaltet werden - es dürfe nicht alleine die Verteilung der finanziellen Mittel im Mittelpunkt stehen, forderten der Bürgerbeauftragte Hofmann und sein Amtsvorgänger Holetschek.

Konkret schlagen sie vor, die direkte Bürgerbeteiligung in einer von rund 50 bayerischen "Gesundheitsregionen" zu testen - und dann flächendeckend Bürgerräte oder ähnliches zu etablieren. Denn oftmals könnten für regionale Probleme auch regionale Lösungen gefunden werden. Hier mache Bürgerbeteiligung Sinn und sei erfolgreich.

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