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Gesundheit - Frankfurt am Main:800 000 Euro für die Kinderschutzambulanz in Frankfurt

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Eine Illustration zeigt einen Schatten von Händen einer erwachsenen Person und dem Kopf eines Kindes. Foto: Patrick Pleul/zb/dpa/Symbolbild (Foto: dpa)

Frankfurt/Main (dpa/lhe) - Die hessische Landesregierung will die Arbeit der Kinderschutzambulanz in Frankfurt mit 800 000 Euro unterstützen. Das gaben Vertreter der CDU-Fraktion am Dienstag in Frankfurt bekannt. Es gehe vor allem um seelische Unversehrtheit von Kindern, die sich nicht wehren können, sagte der Parlamentarische Geschäftsführer Holger Bellino (CDU). Es seien "gut angelegte Steuergelder, die hier investiert werden."

"Es geht nicht nur um die Erkennung einer Gewalttat, sondern es geht auch darum, diese gerichtsfest zu dokumentieren", erklärte der gesundheitspolitische Sprecher, Ralf-Norbert Bartelt (CDU). Es seien mehr Einrichtungen, mehr Gerätschaften und mehr Aus- sowie Weiterbildungen nötig. Zu erkennen, ob es sich bei einer Verletzung zum Beispiel um die Folge von Missbrauch handele, bedürfe es großer Erfahrung und die sei in der Frankfurter Ambulanz "einzigartig".

Die Kinderschutzambulanz in Frankfurt ist nach eigenen Angaben darauf spezialisiert, zu erkennen, wenn Kinder missbraucht, misshandelt oder vernachlässigt werden. Im Jahr 2019 habe es über 600 Verdachtsfälle gegeben, mehr als doppelt so viele wie im vorherigen Jahr, sagte ein Sprecher der Ambulanz. Das liege nicht daran, dass es mehr Missbrauchsfälle gebe, sondern dass die Ambulanz sich etabliert habe. Die Station wurde 2010 gegründet.

Auch die Grünen und die FDP-Fraktion begrüßten die zusätzliche Förderung. Die FDP hatte 2019 eine Anfrage an die Landesregierung gestellt, die die erhebliche Zahl an Verdachtsfällen verdeutlichte.