Gesundheit:Demenz: Spiegel in der Wohnung können Ängste wecken

Gesundheit
Spiegel sind in der Wohnung Demenzkranker keine gute Idee. Sie können Verwirrung und Ängste auslösen. Foto: Laura Ludwig/dpa-tmn (Foto: dpa)

Direkt aus dem dpa-Newskanal

Düsseldorf (dpa/tmn) - Viele Farben, viele Muster: Menschen, die an Demenz erkrankt sind, können schnell eine Reizüberflutung erleben. Gerade zu Hause lässt sich das aber durch ein paar Tricks vermeiden.

So rät die Verbraucherzentrale Nordrhein-Westfalen Angehörigen, die Spiegel in der Wohnung des Patienten oder der Patientin zu entfernen oder abzudecken. Denn: Mit dem Fortschreiten der Demenz erkennen sich Betroffene nicht mehr selbst. Der Blick in den Spiegel kann dann Ängste wecken. Das gilt übrigens auch für Spiegelungen in einer Vitrine oder einer gläsernen Tischplatte.

Blauer Fußboden erinnert an Wasser

Auch die Farbe des Fußbodens kann bei einer Demenz Ängste auslösen. Sehr helle Bodenflächen etwa erscheinen Erkrankten oft als "bodenlos" - ihr Gang kann dadurch unsicherer werden. Besonders problematisch sind laut Verbraucherzentrale blaue oder blaugraue Böden. Sie werden bei einer Demenz oft als Wasserfläche interpretiert.

Was hingegen Sicherheit vermittelt: Wenn zwischen der Farbe der Wände und der des Fußbodens ein starker Kontrast besteht. Denn das ermöglicht Demenzkranken eine gute Raumwahrnehmung, wie es von der Verbraucherzentrale heißt.

© dpa-infocom, dpa:230327-99-108371/2

Zur SZ-Startseite

Lesen Sie mehr zum Thema