Geburt des eigenen Kindes Sozialer Druck und Wehendauer

Sozialer Druck: "Im Geburtsvorbereitungskurs stellte die Hebamme einen Vergleich an: Die natürliche Geburt sei eine schöne Wanderung zum Berggipfel und der Kaiserschnitt nur die Seilbahn dorthin. Die Aussicht könne man nur genießen, wenn man sich vorher auch ordentlich angestrengt habe. So ein Quatsch! Ich hatte unglaubliche Schmerzen nach dem Kaiserschnitt, außerdem war er medizinisch notwendig."

"3,5 Stunden Wehen, geplatzte Fruchtblase, Nabelschnurvorfall und Notkaiserschnitt in Vollnarkose. Zum Glück war das Kind von Anfang an fit. Wir waren einfach nur dankbar. Aber jetzt darf ich mir anhören, dass ich es "ja leider nicht geschafft" habe. Was soll denn das???"

"Mit mehr Realismus und deutlich weniger sozialem Druck im Geburtsvorbereitungskurs, unbedingt spontan entbinden zu müssen und am besten ohne Schmerzmittel, weil es ansonsten keine 'echte' Geburt ist, wäre mir mehr geholfen gewesen."

"Kurz vor der Geburt wollte die Hebamme unbedingt Akupunktur zur Öffnung des Muttermundes vornehmen. Als ich dankend ablehnte, ging ein Raunen durch die Gruppe der Mit-Schwangeren und ich wurde voller Betroffenheit aufgefordert, doch bitte an mein Kind zu denken. Mein Harmoniebedürfnis war damals so groß, dass ich mir die Nadeln ins Bein stechen ließ. Es tat weh und der Muttermund ging bis zum Schluss nicht auf (Es wurde ein Kaiserschnitt). Bis heute ärgere ich mich, dass ich dem sozialen Druck nachgegeben habe."

"Schwangere sind umgeben von Interessengruppen: Familie, Freunde, Ärzte, Hebammen - alle haben etwas Wichtiges dazu zu sagen. Aber es gibt sie noch, die seltene Spezies Frau, die sich diesem Wahnsinn entzieht und ihr Ding macht."

Wehendauer: "Meine Entbindung war kurz und schmerzlos, zwischen Ankunft in der Klinik mit neun Zentimeter Muttermundöffnung und der Geburt lagen 45 Minuten".

"9.30 Uhr: Selbst mit dem Auto in die Klinik gefahren, weil ich mich unwohl fühle. 10.15 Uhr: Wehenschreiber - keine Wehen. 10:30 Uhr: Nur zur Sicherheit untersucht die Hebamme den Muttermund - sechs Zentimeter offen! 11.00 Uhr: Mein Mann schafft es noch in die Klinik. 11.30 Uhr mein Sohn ist da!"

"Bei der Geburt meines ersten Kindes war selbst die Hebamme von der Geschwindigkeit überrascht. Ich hatte bis kurz vor den Presswehen die Wehen nicht richtig gemerkt und scherzte noch mit der Hebamme, dass ich wohl noch ihre Nachfolgerin in der nächsten Schicht (in sieben Stunden) kennenlernen würde. Wenige Minuten später war mein Sohn geboren".

"Die Geburt dauerte etwa fünf Stunden, während der letzten zwei Stunden waren die Schmerzen fast unerträglich. Und doch bin ich sehr stolz die Geburt meiner Tochter auf diese Weise erlebt zu haben."

"Ich habe meine beiden Töchter zuhause geboren, die erste in neun Stunden die zweite in 1,5 Stunden".

"Drei völlig unterschiedliche Geburten habe ich erlebt. Die erste war ein Not-Kaiserschnitt. Geburt Nummer zwei hat sehr lange gedauert. Von der ersten Wehe bis die Kleine da war: 48 Stunden. Die dritte Geburt verlief rasend schnell: keine 3 Stunden.

"Nach 24 Stunden Wehen zuhause, habe ich noch über 17 Stunden mit Wehen in Geburtshaus und Krankenhaus verbracht - ohne Schmerzmittel. Frau hält das aus!"

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