Wohnung mieten Was muss im Mietvertrag stehen?

Es gilt, was im Mietvertrag vereinbart wurde. Gibt es Unklarheiten, geht das zu Lasten des Vermieters.

(Foto: Dieter Assmann/dpa)

Ein Mietvertrag wird meist schriftlich geschlossen, aber auch mündliche Abmachungen gelten - und sie können für den Mieter sogar von Vorteil sein. Worauf Sie in Ihrem Mietvertrag achten sollten.

Von Sabrina Ebitsch

Zwei bis drei Millionen neue Mietverträge werden nach Schätzungen des Deutschen Mieterbundes jedes Jahr neu abgeschlossen. In erster Linie regeln sie, dass der Vermieter dem Mieter eine Wohnung zum Gebrauch überlässt und der Mieter dem Vermieter dafür eine bestimmte Summe zahlt. Darum herum gibt es aber noch eine ganze Reihe von Punkten, die man wissen und beachten sollte.

Es gibt mehrere Arten von Mietverträgen - auch mündliche, wobei diese die Ausnahme sind. Sie besitzen aber genauso Gültigkeit, solange klar ist, wer Mieter und wer Vermieter ist und für welche Wohnung ab wann welcher Preis bezahlt wird. Und der Mieter kommt dabei sogar gut weg, weil dann die gesetzlichen Regelungen gelten und Verpflichtungen wie Schönheitsreparaturen oder das Zahlen von Nebenkosten, die per Mietvertrag gerne vom Vermieter auf den Mieter übertragen werden, wegfallen.

Schon allein deswegen sind Mietverträge fast immer schriftlich verfasst. Das heißt, man unterschreibt in der Regel einen Standardtext, in dem die Rechte und Pflichten von Mieter (hier finden Sie weitere Informationen zu Mieterrechten bezüglich Haustieren, Grillen, Schönheitsreparaturen, Umbauten und Untervermietung) und Vermieter festgehalten werden.

Mietverträge sind entweder befristet (Zeitmietvertrag) oder unbefristet. Bei Zeitmietverträgen ist das Ende der Mietdauer festgeschrieben. Davor können beide Seiten das Mietverhältnis nur aus schwerwiegenden Gründen beenden und fristlos kündigen. Wenn ein Mietverhältnis nur für eine bestimmte Zeit geschlossen wird, muss das in der Regel - etwa mit Eigenbedarf - begründet werden und dieser Grund auch im Vertrag vermerkt sein.

Bei Staffelmietverträgen werden Mietsumme und -erhöhungen zu Beginn bereits festgelegt. Meist sind solche Verträge befristet, wobei der Vermieter nicht kündigen darf, der Mieter aber nach Ablauf von maximal vier Jahren. Ähnlich sind beim Indexmietvertrag Mietsteigerungen bereits inbegriffen: Sie orientieren sich am Preisindex für die allgemeine Lebenshaltung und beinhalten jährliche Mietsteigerungen von zwei bis drei Prozent.

Den Vertrag sollte man sich vor Unterschrift genau durchlesen, auch wenn es sich meist um Standardmietverträge handelt. Mieter sollten auch bei der tollsten Wohnung wissen, worauf sie sich einlassen - etwa, welchen Anteil die Nebenkosten ausmachen und dass sie regelmäßig zum Schneeräumen oder Treppenputzen verpflichtet sind. Gerade der Winterdienst ist auch mit Haftungsansprüchen verbunden. All das kann über Individualvereinbarungen gesondert festgelegt werden.