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Soziales - Schwerin:Ministerin zeigt Programm für Kinderschutz-Aktionswoche

Schwerin (dpa/mv) - In Mecklenburg-Vorpommern findet zum vierten Mal eine Aktionswoche für den Kinderschutz statt. Sozialministerin Stefanie Drese (SPD) will heute in Schwerin das Programm dazu vorstellen. Wie in den Vorjahren sind etwa 50 Veranstaltungen geplant. Dazu gehört erneut auch eine Kinder- und Jugendschutzkonferenz, mit der am 20. September in Güstrow die Aktionswoche gestartet wird. Mit Hilfe der Veranstaltungen soll das Thema Kinderschutz stärker in die öffentliche Wahrnehmung gerückt werden.

Trotz vielfältiger Hilfsangebote im Land wie Kinderschutz-Hotline und Kinderschutz-App setzt Hilfe bei schweren Kindeswohlgefährdungen häufig erst spät ein. Die Aktionswochen sollen daher auch dazu dienen, das Netz zum Schutz von Kindern vor Misshandlung und gravierender Vernachlässigung enger zu knüpfen.

Laut Drese zählen dazu neben den Jugendämtern und Sozialarbeitern auch Ärzte, Kitas, Schulen und Jugendhilfeträger. Nur wenn Verdachtsfälle schnell gemeldet würden, könnten die Behörden rasch reagieren. Aufsehenerregende Fälle von Missbrauch und Vernachlässigung hatten dazu geführt, dass auf Bundes-, Landes und kommunaler Ebene der Kinderschutz stark ausgebaut und professionalisiert wurde.