Sicherheitslücke:Adobe veröffentlicht Notfall-Update für den Flash Player

  • Im Zuge eines Hacker-Angriffs ist eine Sicherheitslücke im Flash Player bekannt geworden.
  • Am Mittwoch hat Adobe ein Notfall-Update veröffentlicht, das Nutzer sofort installieren sollten.
  • Bei der Installation muss man aufpassen, dass keine zusätzlich angebotene Software automatisch mit installiert wird.

Adobe hat ein Notfall-Update für den Flash-Player veröffentlicht, das Nutzer sofort installieren sollten. Hintergrund ist eine kürzlich entdeckte Sicherheitslücke, über die Angreifer den Rechner zum Absturz bringen oder sogar übernehmen können. Der Fund verbreitete sich schnell, bereits nach wenigen Stunden existierten die ersten Exploits, um die Lücke aktiv auszunutzen.

Betroffen sind nach Auskunft von Adobe alle aktuellen Flash-Versionen: Unter Windows und OSX gilt das für 18.0.0.194 und vorhergehende Versionen, Linux-Nutzer sollten 11.2.202.468 und andere 11.x-Versionen aktualisieren. Die Versionsnummer der sicheren Aktualisierung, die nun zur Installation bereitsteht, lautet 18.0.0.203, alle Vorgängerversionen sind ungeschützt. Auf dieser Seite können Sie überprüfen, welche Flash-Version auf Ihrem Rechner installiert ist, hier gelangen Sie zum Download.

Achtung: Adobe will automatisch Zusatz-Software mit installieren

Viele Rechner bieten den Download der aktuellen Player-Versionen automatisch an - und auch die Flash-Plug-ins von Google Chrome sowie vom Internet Explorer unter Windows 8 aktualisieren sich selbst. Bekommt man als Nutzer das Update nicht automatisch angeboten, kann die neue Flash-Software auch direkt von der Adobe-Seite heruntergeladen werden.

Diesen Download bündelt Adobe aber mit einer zweiten, für die meisten Nutzer überflüssigen Software von einem Drittanwender, die ins Installations-Paket integriert ist und automatisch mit installiert wird. Vor dem Klicken auf "Jetzt installieren" sollten Sie die zusätzlich angebotene Software ablehnen. Dafür muss man das Häkchen unter "Optionales Angebot" entfernen.

Ein Leben ohne Flash ist möglich

Für Adobe ist es das siebte Notfall-Update für den Flash-Player in den vergangenen sieben Monaten. Einige Sicherheitsexperten empfehlen, komplett auf Flash zu verzichten. Nur noch wenige Webseiten setzen ausschließlich auf Flash, häufig reicht ein HTML5-fähiger Browser für die Darstellung von Videos und anderen Inhalten. Auch Youtube funktioniert mittlerweile mit dem moderneren HTML5; Microsofts neuer Browser Edge wird überhaupt keine Unterstützung mehr für Flash mitbringen.

Alternativ kann man die Flash-Erweiterungen so konfigurieren, dass Flash-Inhalte nicht automatisch beim Aufruf einer Website abgespielt werden, sondern erst auf ausdrücklichen Wunsch der Nutzer. Winfuture erklärt hier Schritt für Schritt, wie Sie das sogenannte "Click to Play"-Feature für die verschiedenen Browser aktivieren.

© SZ.de/sih
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