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Mobile World Congress:Das sind die besten Gadgets der Smartphone-Messe

Huawei kannste knicken, Sony setzt auf Kinoformat und Nokia bricht Kamera-Rekorde. Ein Überblick der interessantesten Neuheiten vom Mobile World Congress in Barcelona.

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Smartphones machen die Biege: Die Mobilfunk-Trends 2019

Quelle: dpa-tmn

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Jedes Jahr im Februar trifft sich die Smartphone-Branche auf dem Mobile World Congress (MWC) in Barcelona. Die Hersteller überbieten sich mit Superlativen und versuchen, die Einzigartigkeit ihrer Produkte herauszustellen.

HMD Global, das seine Smartphones unter der Marke Nokia vertreibt, setzt dabei auf die Kamera: Fünf Linsen mit unterschiedlichen Brennweiten sollen Hobbyfotografen für das Nokia 9 Pure View begeistern. Die Fotos werden als Raw-Dateien gespeichert und lassen sich auf dem Smartphone bearbeiten.

Ob fünf Sensoren die Qualität der Aufnahmen erhöhen, müssen erste Tests zeigen: Es gibt Smartphones, die mit einer Kamera bessere Fotos schießen als andere mit dreien. Das Kamera-Handy soll im März für 650 Euro auf den Markt kommen, die Duschkopf-Optik gibt es gratis dazu.

A member of Huawei staff shows the new Huawei Mate X device during a pre-briefing display ahead of the Mobile World Congress in Barcelona

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Huawei nutzt den roten MWC-Teppich für den großen Auftritt. Das chinesisches Unternehmen stellt in Barcelona mehrere neue Produkte vor, darunter auch Laptops. Der Star ist aber das Mate X.

Der 8-Zoll-Bildschirm besitzt eine Auflösung von 2480 x 2200 Pixeln, das Display ist also nahezu quadratisch. Das gilt aber nur für den aufgeklappten Zustand: Das Smartphone lässt sich in der Mitte knicken, sodass ein Gerät mit zwei Bildschirmen auf Vorder- und Rückseite entsteht.

Richard Yu, CEO of the Huawei Consumer Business Group presents the new Mate X smartphone, ahead of the Mobile World Congress (MWC 19) in Barcelona

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Huawei und Samsung sind direkte Konkurrenten auf dem Smartphone-Markt. Samsung verkauft am meisten Geräte, aber Huawei holt stetig auf. Das wird in Barcelona deutlich: Huawei-Chef Richard Yu nutzt die Präsentation für einen Seitenhieb auf den südkoreanischen Mitbewerber.

Das Display des Mate X messe 8 Zoll - im Gegensatz zu 7,2 Zoll beim Samsung Galaxy Fold. Vergangene Woche hatte Samsung das Fold auf einem eigenen Event in San Francisco vorgestellt, gemeinsam mit dem Galaxy 10 und weiterer Hardware.

Richard Yu, CEO of the Huawei Consumer Business Group presents the new Mate X smartphone, ahead of the Mobile World Congress (MWC 19) in Barcelona

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Die Technik des Huawei Mate X mag weltweit einzigartig sein. Der Preis ist es auch: 2300 Euro lassen sogar iPhones wie Schnäppchen wirken. Doch wer klappen will, muss zahlen: Auch Samsung verlangt für das Galaxy Fold 2000 Euro.

Ohnehin dürfte der Markt für die neuen Falthandys überschaubar sein: Bislang konnte noch kein Hersteller überzeugend erklären, wo der entscheidende Vorteil eines Klapp-Displays liegen soll. Die meisten Android-Apps versagen darin, auf Tablet-Größe zu skalieren. Rechtfertigt ein quadratischer Bildschirm mehr Gewicht, Volumen und vor allem den Aufpreis?

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Bei Xiaomi geht es ruhiger zu. Dabei dürften die neuen Smartphones der Mi-Mix-Reihe deutlich mehr Menschen ansprechen und sich besser verkaufen als das Huawei Mate X.

Im Bild ist das Mi Mix 3 zu sehen, Xiaomis erstes 5G-Smartphone. Außerdem stellten die Chinesen das Mi 9 vor. Die technischen Details ähneln den meisten Oberklasse-Geräten, der Preis liegt deutlich darunter: Für 450 Euro könnte das Smartphone mit Triple-Kamera und flottem Snapdragon-855-Prozessor eine günstige Alternative zu den Flaggschiffen von Samsung, Apple und Google sein.

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Huawei kannste knicken, Samsung lässt sich falten - aber beide sind nicht die ersten mit dieser Idee. Bereits Ende 2018 brachte das chinesische Unternehmen Royole das Flexipai auf den Markt.

Geöffnet misst das Display 7,8 Zoll und lässt sich damit als Tablet verwenden. Für die Hosentasche eignet es sich aber auch zusammengeklappt nur eingeschränkt: Es ist mehrere Zentimeter dick und beult selbst voluminöse Jogginghosen aus. Die Kollegen von Golem haben in einem Hands-On außerdem größere Probleme mit der Software festgestellt. Dafür ist ein Einstiegspreis von rund 1300 Dollar zu viel.

New mobile LG V50 with Dual Screen is displayed before the Mobile World Congress in Barcelona, Spain

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Auch LG präsentiert ein Klapp-Handy, setzt dabei aber auf einen Doppel-Bildschirm, der sich auch im geöffneten Zustand nicht in eine durchgehende Displayfläche verwandelt. Der zweite Bildschirm ist optional: Es handelt sich um eine Hülle, die man zusätzlich kaufen muss.

Das LG V50 ThinQ unterstützt den Mobilfunkstandard 5G, kommt mit drei Kameras und lässt sich per SD-Karte erweitern. Das Handy soll in Europa ab dem frühen Sommer erhältlich sein - bis dahin wird es aber wohl keine 5G-Netze geben. Der Preis ist noch nicht bekannt.

Smartphones machen die Biege: Die Mobilfunk-Trends 2019

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Sony ignoriert den Origami-Trend und stellt mit dem Xperia 10 und 10 Plus (hier im Bild) zwei Smartphones vor, die ohne Klappen und Falten viel Bildschirm bieten. Beide Geräte haben ein Display im eigenwilligen 21:9-Format, das einer Kinoleinwand ähnelt. Damit sollen sie sich besonders gut für Filme und Videos eignen.

Optisch vergleichsweise konventionell kommt dagegen das Xperia 1 daher, das Sonys neue Oberklasse repräsentiert. Die Preise für das Spitzenmodell mit 6,5-Zoll-Oled-Display beginnen bei 949 Euro. Die Mittelklasse mit zweistelligen Produktnummern ist günstiger: Das Xperia 10 kostet ab 349 Euro, der größere Bruder 10 Plus ist 60 Euro teurer.

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Quelle: AFP

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Microsoft hat sich längst vom Smartphone-Markt zurückgezogen, das Betriebssystem Windows Mobile war ein Flop. Dennoch ist das Unternehmen in Barcelona vertreten. Hier präsentiert ein Mitarbeiter die zweite Version der Hololens.

Die Augmented-Reality-Brille besitzt doppelt so großes Sichtfeld wie der Vorgänger und ist weniger klobig. Damit soll sie alltagstauglicher werden. Die Brille wird wohl dennoch ein Produkt für Unternehmenskunde oder Geeks mit viel Geld bleiben: Ein Kaufpreis von 3500 Dollar dürfte viele Interessenten abschrecken.

© SZ.de/sih/mri

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