Starcraft: Remastered

Abzusehen war das vermutlich schon vor ein paar Jahren: Immer mehr der bekannteren Starcraft-2-Spieler fingen an, auf Twitch plötzlich wieder Starcraft 1 zu zeigen. Das Spiel, das einst als Initialzündung der weltweiten E-Sport-Szene diente und Profispieler in Südkorea zu Popstars machte. Grund für die Nostalgie: Wachsende Unzufriedenheit mit der Fortsetzung, anhaltende Probleme mit der Spielbalance und eine schwindende Turnierszene, während sich Teil 1 immer noch eine kleine aber umso eingeschworenere Fangemeinde erhalten hatte. Umso besser, dass Blizzard inzwischen diesem Wunsch nachgekommen ist und das erste Spiel mit der Technik der Fortsetzung nachgebaut hat. Für eine Wiederbelebung des E-Sport-Phänomens Starcraft könnte es aber bereits zu spät sein: Viele Profispieler sind zu Blizzards hauseigenem Spin-Off "Heroes of the Storm" oder den beiden anderen Platzhirschen des populären Moba-Genres ("League of Legends", "Dota 2") abgewandert. Auf Twitch ist "Starcraft: Remastered" bislang nur etwas für nostalgische Abende. Aber die sehen immerhin jetzt wieder besser aus.

Bild: Blizzard / PR 31. August 2017, 21:322017-08-31 21:32:15 © SZ.de/mri/sks