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Bildung - Saarbrücken:Schüler protestieren gegen Mathe-Aufgaben beim Abitur

Saarbrücken (dpa/lrs) - Schüler aus dem Saarland und anderen Bundesländern gehen wegen einer ihrer Ansicht nach zu schweren Abi-Prüfung im Fach Mathematik auf die Barrikaden. In einer Online-Petition, die an das saarländische Bildungsministerium gerichtet ist, heißt es über die Prüfung am vergangenen Freitag: "Zu schwer, ein zu hoher Erwartungshorizont, zu wenig Zeit und allgemein im Vergleich viel schwieriger als die vorigen Abiturprüfungen - das Matheabitur 2019." Bis zum Sonntagabend gab es rund 3300 Unterschriften.

Initiator der Petition ist der Schülersprecher des Wirtschaftswissenschaftlichen Gymnasiums Saarbrücken, Philipp Martini. Schüler-Vertreter von mehr als 30 Schulen haben sich dem Protest angeschlossen.

Die Linke im Saarländischen Landtag forderte angesichts der heftigen Proteste gegen die Mathe-Abi-Prüfung eine Überprüfung. Die bildungspolitische Sprecherin Barbara Spaniol sagte: "Der Vorwurf, dass in der Prüfung Aufgaben auftauchten, die nicht Gegenstand des Unterrichts waren, muss aufgeklärt werden. Gegebenenfalls muss auch das Verfahren zur Auswahl von Abituraufgaben auf den Prüfstand." Die Linke werde das Thema auch auf die Tagesordnung des Bildungsausschusses setzen.

Auch in Niedersachsen, Hamburg, Mecklenburg-Vorpommern und Bayern protestierten Schüler gegen das Mathe-Abitur. So heißt es in einer an das bayerische Kultusministerium gerichteten Online-Petition: "Wir Abiturienten bitten darum, den Notenschlüssel des Mathematik Abiturs in Bayern 2019 zu senken und dem Schwierigkeitsgrad anzupassen." Begründet wird dies mit Aufgabenstellungen, die vorher kaum einer gesehen habe, dies betreffe vor allem Geometrie und Stochastik.