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Bildung - Potsdam:Schulen rufen Fördergeld für technische Ausstattung ab

Ausbildung
Eine Schultafel steht in einem Klassenzimmer in einer Schule. Foto: Bodo Schackow/dpa-Zentralbild/ZB/Archivbild (Foto: dpa)

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Potsdam (dpa/bb) - In Brandenburg wollen sich mehr und mehr Schulen technisch besser ausstatten. Bis Ende November gingen 430 Anträge für Fördermittel des Bundes aus dem Digitalpakt in Höhe von insgesamt über 85 Millionen Euro ein, wie das Bildungsministerium am Donnerstag mitteilte. Davon seien 134 Anträge mit einer Förderung in Höhe von insgesamt 18,4 Millionen Euro bewilligt worden. Einen Monat zuvor waren es den Angaben nach 327 Anträge mit einem Gesamtvolumen von mehr als 58 Millionen Euro. Davon waren 99 Anträge mit einem Fördervolumen von rund 12,7 Millionen Euro bewilligt worden.

Die Frist zur Anmeldung war wegen der Corona-Krise bis zum Jahresende verlängert worden. "Durch den Aufbau der digitalen Infrastruktur an den Schulen, zum Beispiel durch die Installation von schuleigenem WLAN oder zur Anschaffung digitaler Tafeln – sogenannter Smartboards - wird das digitale Lernen für Schülerinnen und Schüler sowie Lehrkräfte in ihren Schulen entscheidend verbessert", so Bildungsministerin Britta Ernst (SPD).

In Brandenburg gibt es rund 900 Schulen. Als die Schulen im März wegen der Corona-Krise geschlossen wurden, ging der Unterricht vielfach zwar online weiter, aber längst nicht immer war es möglich, weil die Internetverbindung oder das technische Gerät fehlten. Der Digitalpakt Schule aus Mitteln des Bundes soll für die digitale Ausstattung der Schulen und für mobile Geräte sorgen. Der Bund stellt über einen Zeitraum von fünf Jahren fünf Milliarden Euro zur Verfügung, davon in dieser Wahlperiode 3,5 Milliarden Euro.

Für mobile Endgeräte stellte der Bund für Brandenburg 16,8 Millionen Euro bereit. Mit dem Geld sollen insbesondere Geräte für Schülerinnen und Schüler beschafft werden, die sonst zu Hause nicht über solche verfügen. Bis zum Fristende Anfang September wurde nach Angaben des Ministeriums für 809 Schulen die Förderung beantragt, rund 16,4 Millionen Euro wurden bereits ausgezahlt.

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