Verkehr:Digitaler Strafzettel

Verwarnungen wegen Falschparken sollen sich künftig auch im Netz einsehen und bezahlen lassen - dank einer neuen Polizeiapp.

Künftig sollen sich Verkehrsordnungswidrigkeiten in Bayern auch digital einsehen und bezahlen lassen. Das teilte Innenminister Joachim Herrmann am Donnerstag in Nürnberg mit. Demnach soll die Polizei zum Beispiel bei Parkverstößen eine Benachrichtigung mit einem QR-Code am Fahrzeug anbringen. Über diesen können Betroffene dann auf einem neuen Online-Portal den Strafzettel einsehen und bezahlen. Die Nutzung dieses Portals sei freiwillig, sagte Herrmann, die Verwarnung werde auch per Post zugestellt. Trotzdem bedeute das "digitale Knöllchen" eine "erhebliche Zeitersparnis" für die Beamtinnen und Beamten und eine "Vereinfachung für die Betroffenen".

Möglich macht das Ganze eine neue App namens "mOwi" für die Dienst-Smartphones der Polizei. Diese sowie das Infoportal wurden laut Innenministerium von der Polizei selbst entwickelt, da es keine vergleichbare Anwendung auf dem Markt gegeben habe. Die Kosten beliefen sich auf rund 650 000 Euro. Getestet wurden App und Portal durch die Münchner Polizei. Herrmann appellierte dennoch an alle Verkehrsteilnehmer, sich unbedingt an die Verkehrsregeln zu halten: "Es wäre gut, wenn die Polizei möglichst wenig zur mOwi-App greifen müsste."

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