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Schwarz-grüne Flirts:Dobrindt: Koalition mit Grünen wäre "historischer Fehler"

Schwarz-Grün - eine Option für die Zukunft? CSU-Chef Seehofer flirtet bereits mit der Öko-Partei. Jetzt reagiert sein Generalsekretär.

Eigentlich ist die CSU im Freistaat ja mit der FDP verbandelt - doch der Umgangston zwischen den Koalitionspartnern lässt nicht immer auf eine funktionierende Ehe schließen. Da fallen Begriffe wie "Wildsau" und "Gurkentruppe".

Auch ein Scherz von CSU-Chef Horst Seehofer war dem Verhältnis zwischen Christsozialen und Liberalen nicht gerade dienlich. "Eigenartigerweise wird sie immer als potenzieller Koalitionspartner genannt", sagte Seehofer am Montag in der deutschen Botschaft in Moskau über die mitreisende Grünen-Landtagsfraktionschefin Margarete Bause. "Sie hat nicht dementiert - und ich will es auch nicht machen."

Aus der Parteizentrale kommen jedoch ganz andere Töne. CSU-Generalsekretär Alexander Dobrindt beschwört die Union, nicht mit den Grünen als Koalitionspartner zu planen. "Es wäre ein großer historischer Fehler, wenn sich die Union den Grünen zuwenden würde. Ein Fehler, den die SPD begangen hat", sagte Dobrindt der Welt .

Ein Bündnis würde CDU und CSU schwächen, wie es die SPD geschwächt habe. "Allen Spekulationen über eine schwarz-grüne Koalition erteile ich eine Absage. Wir stehen zum bürgerlichen Lager. Die FDP ist und bleibt unser Partner."

Allerdings müsse die FDP dafür nicht nur eine personelle, sondern auch eine inhaltliche Neuausrichtung vollziehen. "Es ist doch klar, dass sich das Themenspektrum, mit dem sich die FDP präsentiert, verbreitern muss", sagte Dobrindt. Der CSU-General warf den Grünen vor, unterhalb ihrer Antikernkraft-Haltung ohne Substanz zu sein.

© sueddeutsche.de/dapd/tob
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