Regensburg Obduktion bestätigt: Malina K. ist die Tote vom Donauufer

  • Eine Zeugin entdeckte am Freitagmorgen die Leiche einer jungen Frau am Donauufer in Donaustauf.
  • Nach einer Obduktion steht "mit sehr hoher Wahrscheinlichkeit" fest, dass es sich um die Studentin aus dem Raum München handelt, die seit drei Wochen vermisst wurde.
  • Ein Verbrechen schließt die Kripo derzeit aus.
Von Stefan Simon

Nun ist es traurige Gewissheit: Die in Regensburg vermisste Studentin Malina K. ist tot. Am Freitagmorgen war am Donauufer im Vorort Donaustauf die Leiche einer jungen Frau entdeckt worden. Nur Stunden später teilte die Polizei nach einer rechtsmedizinischen Untersuchung mit, es handle sich "mit sehr hoher Wahrscheinlichkeit" tatsächlich um die 20-Jährige, nach der drei Wochen lang gesucht worden war. Letzte Gewissheit solle eine molekulargenetische Untersuchung bringen.

Eine "Fremdeinwirkung Dritter", also ein Gewaltverbrechen, schließt die Polizei aus. Alles deutet auf einen Tod durch Ertrinken hin. Warum Malina K. in die Donau stürzte, ist möglicherweise nicht mehr zu klären. Geld und Ausweisdokumente waren nicht gefunden worden, deshalb konnte die Kriminalpolizei die Tote nicht sofort identifizieren. Sie stützte sich in einer ersten Mittteilung am Vormittag lediglich auf die Kleidung, die mit der aus der Vermisstenmeldung übereinstimmte.

Auf dem Heimweg von einer Party verschwunden

Malina K. war am 19. März auf dem Heimweg von einer Party verschwunden. Kurz zuvor hatte sie noch mit einer Mitbewohnerin telefoniert, um sich nach dem Weg zu erkundigen. Die 20-Jährige war erst vor kurzer Zeit zum Studieren in die Oberpfalz gezogen. Zum Zeitpunkt des Anrufs befand sie sich nach eigenen Angaben im Regensburger Stadtpark. Ihr Handy entdeckte ein Spaziergänger später im wenige Hundert Meter entfernten Herzogspark am Donauufer.

Die Leiche wurde etwa 20 Kilometer flussabwärts im Bereich der Marktgemeinde Donaustauf gefunden. Eine Zeugin entdeckte sie am Freitagmorgen um 8.15 Uhr am südlichen Donauufer und verständigte sofort die Polizei.

Bei der Suche nach Malina K. hatte die Kripo Spürhunde, Taucher und einen Hubschrauber eingesetzt. Freunde und Verwandte hängten im Stadtgebiet Plakate auf und starteten Aufrufe in sozialen Medien. Die Familie setzte eine Belohnung von 51 000 Euro aus. Der Großteil der Summe kam durch Spenden zusammen. All diese Maßnahmen und auch ein Aufruf in der ZDF-Fahndungssendung "Aktenzeichen XY... ungelöst" hatten allerdings keine Hinweise gebracht.