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Missbrauch:Bistum Würzburg übergibt Akten von 13 Priestern an Staatsanwaltschaft

Die Unterlagen stammen aus den Jahren zwischen 1946 und 1999. Mögliche Missbrauchsfälle sollen aufgeklärt werden.

Das Bistum Würzburg hat lange zurückliegende mögliche Fälle von sexuellem Missbrauch ausfindig gemacht. Akten von 13 Priestern aus den Jahren 1946 bis 1999 seien an die Staatsanwaltschaft übergeben worden, teilte das Bistum am Freitag mit. Auffällig seien 94 von 2922 Akten gewesen, sagte ein Rechtsanwalt, dessen Kanzlei die alten Akten geprüft hat. Sie hätten Hinweise auf sexuellen Missbrauch oder andere Gewalttaten wie körperliche Züchtigung im Religionsunterricht ergeben. Gut ein Drittel der Hinweise seien schon strafrechtlich verfolgt worden. Bei anderen seien die mutmaßlichen Täter gestorben.

Die im Herbst veröffentlichte Missbrauchsstudie der katholischen Kirche hatte aufgedeckt, dass Tausende Kleriker Minderjährige missbraucht haben sollen. Für die Studie gingen aber nur ausgewählte Bistümer auch lange zurückliegenden Taten nach. Das Bistum Würzburg hat dies nun aus eigener Initiative nachgeholt. Dafür wurde das gesamte pastorale Personal geprüft, darunter auch Gemeindereferenten. Alle 94 auffälligen Akten beziehen sich laut Anwalt auf Priester. Das Bistum Würzburg hat nach eigenen Angaben unter anderem ein Seelsorgeteam für Betroffene eingerichtet. Generalvikar Thomas Keßler bat auch die Opfer von körperlicher Züchtigung um Vergebung: "Dieses Vorgehen war falsch und tut uns als Kirche leid."

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