Machtkampf Söder gegen Seehofer Vollkommen schmerzfrei

Markus Söder verkörpert die CSU, wie man sie im Rest der Republik verabscheut und doch still respektiert: selbstbewusst und rauflustig, unbelastet von allzu viel Demut.

(Foto: Peter Kneffel/dpa)

Markus Söder wusste, dass es offenbar keinen Weg an ihm vorbei gibt. Auch nicht für CSU-Chef Horst Seehofer. Über ein letztes Gefecht, das gar nicht stattfand.

Von Roman Deininger und Wolfgang Wittl

Es wird ein "spannender Tag", sagt Markus Söder, früh um Viertel nach acht in einem Foyer des Bayerischen Landtags, das entschieden zu klein ist für die vielen aufgeregten Leute, die sich dort um den Finanzminister drängen. Es wird dann aber kein spannender Tag, zum Glück für ihn, und das weiß Söder natürlich schon.

Er und Ministerpräsident Horst Seehofer, die beiden politischen Zuchtbullen der CSU, haben sich über Jahre bekriegt. Krieg, das Wort ist nicht zu martialisch für dieses ...