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Flüchtlinge in Deutschland:Bayern will Kasernen öffnen

Aufnahmestelle für Flüchtlinge Zirndorf

Die Erstaufnahmeeinrichtung in Zirndorf ist so voll, dass viele Flüchtlinge in Zelten übernachten müssen.

(Foto: David Ebener/dpa)

Der Freistaat hat große Probleme, die rasant steigende Zahl an Asylbewerbern zu bewältigen. Ministerpräsident Seehofer fordert Verteidigungsministerin von der Leyen nun dazu auf, leer stehende Kasernen zur Unterbringung von Flüchtlingen zur Verfügung zu stellen.

  • Seehofer hat Verteidigungsministerin von der Leyen dazu aufgefordert, leer stehende Kasernen für die Unterbringung von Flüchtlingen zu öffnen.
  • Der bayerische Ministerpräsident will einen ständigen Kabinettsausschuss bilden, der die Situation verfolgt.

Wo Seehofer die Flüchtlinge unterbringen will

Bayerns Ministerpräsident Horst Seehofer (CSU) fordert Bundesverteidigungsministerin Ursula von der Leyen (CDU) auf, leer stehende Kasernen rasch zur Unterbringung von Flüchtlingen zur Verfügung zu stellen. Anders sei der anhaltende Flüchtlingsstrom kaum zu bewältigen. "Die Suche nach Liegenschaften ist nicht einfach. Natürlich würden uns Kasernen enorm weiterhelfen", sagte der CSU-Chef am Sonntag der Süddeutschen Zeitung.

Vor allem Bayern hat große Probleme, die rasant steigende Zahl an Asylbewerbern zu bewältigen. Flüchtlinge werden bereits in Festzelten untergebracht. Das Bayerische Rote Kreuz hatte am Freitag die Zustände in Bayerns Unterkünften als "humanitäre Katastrophe" bezeichnet. Seehofer kündigte im Gespräch mit der SZ an, einen ständigen Kabinettsausschuss bilden zu wollen, der die Situation verfolgt und künftig in jeder Sitzung des Ministerrats berichten soll.

Wer die Mitglieder des "kleinen Kabinetts" sein sollen

Diesem "kleinen Kabinett" sollen Innenminister Joachim Herrmann, Sozialministerin Emilia Müller, Finanzminister Markus Söder und der neue Chef der Staatskanzlei, Marcel Huber, angehören. Zudem will Seehofer einen Runden Tisch unter seiner Leitung mit Kommunalpolitikern, Kirchenvertretern und Flüchtlings- und Wohlfahrtsorganisationen ins Leben rufen.