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Coburg:Michael Stoschek verlässt die CSU

Michael Stoschek und Andrea Trinchieri

Michael Stoschek bei einem Basketballspiel in der Brose Arena 2016. Der Unternehmer tritt nun aus der CSU aus.

(Foto: dpa)

Seine Firma Brose hatte kürzlich eine Millionen-Investition angekündigt und die Notwendigkeit eines Straßenausbaus in Coburg damit verknüpft. Dazu habe aus seiner Sicht die Unterstützung regionaler CSU-Vertreter gefehlt.

Von Olaf Przybilla, Coburg

Der Unternehmer Michael Stoschek ist aus der CSU ausgetreten. Als Hintergrund nennt er die aus seiner Sicht fehlende Unterstützung regionaler CSU-Vertreter in der Diskussion um einen Ausbau der Bundesstraße 4. Die Firma Brose hatte kürzlich eine Millionen-Investition angekündigt und die Notwendigkeit eines Straßenausbaus in Coburg damit verknüpft.

Stoschek, Vorsitzender der Brose-Gesellschafterversammlung, sei enttäuscht darüber, dass durch "mangelnde Bereitschaft" von CSU-Vertretern, "ihre persönliche Meinung" öffentlich zu machen, der Eindruck entstanden sei, der Straßenausbau sei ein "Individualinteresse" von Brose. Dies sei aber nicht der Fall.

Zudem kritisiert er eine angeblich "mangelnde Unterstützung" der CSU im Coburger Stadtrat, als es 2015 um die Finanzierung von Initiativen ging, um die NS-Historie der Stadt aufzuarbeiten. Diese hielten Stoschek und Brose für "außerordentlich wichtig".

Auf Anfrage teilte CSU-Generalsekretär Markus Blume mit, er habe ein "sehr langes und gutes Telefonat" mit Stoschek gehabt. Es habe sich "offensichtlich einiges an Frust über Entwicklungen vor Ort aufgebaut". Man habe vereinbart, "im Gespräch zu bleiben".

© SZ vom 06.03.2021
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