Manöver:2600 Soldaten simulieren Angriff auf Franken

Manöver: Zwei Soldaten sichten eine Karte im Rahmen einer Übung eines simulierten Gefechts am Computer für die Nato-Einsatzgruppe im Gefechtssimulationszentrum des Heeres in Wildflecken - hier im Jahr 2022.

Zwei Soldaten sichten eine Karte im Rahmen einer Übung eines simulierten Gefechts am Computer für die Nato-Einsatzgruppe im Gefechtssimulationszentrum des Heeres in Wildflecken - hier im Jahr 2022.

(Foto: Daniel Vogl/dpa)

Teilnehmer aus 14 Ländern üben in Wildflecken die Verteidigung der fiktiven Region "Franconia".

Soldaten aus mehreren Ländern üben derzeit in Franken, wie sie feindlich besetztes Gebiet zwischen dem Main und der Autobahn 3 befreien könnten. Die in Veitshöchheim bei Würzburg stationierte 10. Panzerdivision trainiert bis Ende November erstmals mit der ihr neu unterstellten niederländischen 13. Leichten Brigade.

Mit dieser Brigade sind seit März alle Brigaden des niederländischen Feldheeres den Divisionen des Deutschen Heeres zugeordnet. Mit der 10. Division hat Deutschland der Nato bis zum Jahr 2025 einen voll einsatzfähigen Großverband versprochen. Um das trotz der Ausrüstungsmängel schaffen zu können, gibt die 1. Panzerdivision viel Material an den anderen Großverband ab und erhält aus dem Sondervermögen neues Gerät. Dieser Prozess wird aber Jahre dauern.

Die computerunterstützte Stabsrahmenübung namens "Schneller Degen 23" erfolgt nach Bundeswehrangaben vom Dienstag unter anderem auf dem Truppenübungsplatz Wildflecken in der Rhön - und zwar mit Gefechtsständen, ohne Truppenbewegungen mit Gefechtsfahrzeugen. Die Führungsstäbe üben etwa in einer Computersimulation. Die Soldaten wollen sich dabei einem Angriff auf die fiktive Region "Franconia" entgegenstellen. Beteiligt seien etwa 2600 Kräfte aus 14 Ländern.

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