Berchtesgaden Extrembergsteiger Thomas Huber beim Klettern schwer verletzt

Thomas Huber bei einem Fototermin in einer Kletterhalle in Berchtesgaden im Jahr 2012

(Foto: dpa)
  • Bei Berchtesgaden stürzt er aus zwölf Metern ab und erleidet einen Schädelbruch.
  • Drei Tage nach dem Unglück gehe es ihm aber schon wieder besser, postet er auf Facebook.

Aus zwölf Metern von einem Felsen zu stürzen, ist eine schmerzhafte Angelegenheit, im besten Fall. Der Extremkletterer Thomas Huber ist am Dienstag bei einem Absturz in Berchtesgaden mit einem Schädelbruch davongekommen, der "weniger schlimm war, als es sich anhörte", wie Hubers Vater, Thomas Huber senior, am Freitag mitteilte. Sein Sohn habe zwar operiert werden müssen, die Ärzte im Krankenhaus Traunstein hätten ihn aber wieder zusammengeflickt. "Er ist sogar schon aus dem Bett aufgestanden", so Huber. "Er hofft, dass er nächste Woche wieder raus darf".

Thomas und Alexander, als Huberbuam längst über die Bundesgrenzen hinaus bekannt, sind besondere Dickschädel, die eine Vorliebe fürs Free-Solo-Klettern entwickelt haben - also ungesichert. Am Dienstag waren Thomas und sein zwei Jahre jüngerer Bruder Alexander für Filmaufnahmen an einem kleinen Felsen nahe Thomas Hubers Haus in Berchtesgaden unterwegs, in dem er mit seiner Frau und seinen drei Kindern wohnt. "Die Buam kennen den Fels eigentlich in- und auswendig", sagt Huber senior, der seinen Sohn am Freitag mit Presseanfragen noch verschonen wollte. Der Absturz soll beim Abseilen passiert sein, sagt Huber, sein Sohn sei sofort auf die Intensivstation eingeliefert worden. Dort hätten die Ärzte einen fünf Zentimeter großer Sprung in der Schädeldecke festgestellt. "Sie haben ihm eine dünne Platte eingesetzt", sagt Huber senior.

Der Gestürzte präsentierte sich am Freitag mit einem großen Kopfpflaster, bei seinem Facebook-Post konnte er aber schon wieder stehen. "Nach 12 Meter Absturz, vielen Schutzengel, perfekter Versorgung und euerer Energie gehts wieder aufwärts", hieß es dort. Sein Bruder Alexander, der im kalifornischen Yosemite Valley bereits einen Absturz aus 17 Metern überlebte, äußerte sich noch nicht öffentlich. Er befindet sich auf einer Expedition in Grönland.