Infrastruktur:Mehr als 90 000 Kilometer Glasfaser unter Bayerns Erde

Seit 2014 werden im Freistaat Glasfaser-Leitungen verlegt - Voraussetzung für schnelles Internet. (Foto: Armin Weigel/dpa)

Schnelles Internet ist schon lange mindestens so wichtig wie eine Anbindung per Straße und Schiene. Im Freistaat wird deshalb seit zehn Jahren fleißig gebuddelt.

Im Zuge des Breitbandausbaus für schnelles Internet wurden in Bayern seit 2014 mehr als 90 000 Kilometer Glasfaser-Leitungen verlegt. Rund 99 Prozent der bayerischen Haushalte seien bereits mit schnellem Internet angebunden, teilte das Finanz- und Heimatministerium am Freitag in München mit.

Der Freistaat habe den Ausbau in der Zeit mit rund 2,4 Milliarden Euro aus der Landeskasse auf freiwilliger Basis gefördert. Darüber hinaus setze der Freistaat auch auf den eigenwirtschaftlichen Glasfaserausbau, sagte Finanzminister Albert Füracker (CSU) nach einem Treffen mit Andreas Pfisterer, CEO der Deutsche Glasfaser Unternehmensgruppe. Dieser bilde neben den bayerischen Förderprogrammen die entscheidende Säule für Bayerns digitale Zukunft.

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Pfisterer habe dabei erklärt, den Glasfaserausbau in den ländlichen und suburbanen Regionen von Bayern auch weiterhin in enger Zusammenarbeit mit dem Freistaat voranbringen zu wollen. Damit Bayerns Bürgerinnen und Bürger zügig im Gigabitzeitalter ankommen, müssten Bund, Freistaat und private Telekommunikationsunternehmen weiter an einem Strang ziehen.

"Für uns ist es essenziell, dass die Menschen in Bayern unser schnelles Glasfasernetz auch tatsächlich nutzen können, die Nachfrage ist eindeutig vorhanden. Trotz der aktuellen Lage im Markt mit beschränkten Baukapazitäten und inflationsbedingt steigenden Materialpreisen wollen wir unsere Ausbaugeschwindigkeit in Bayern beibehalten", sagte Pfisterer.

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