Aus Verärgerung Nach 49 Jahren aus der CSU ausgetreten

Der frühere Landrat von Schweinfurt schmeißt seine Mitgliedschaft hin, weil die CSU auf dem Weg sei, eine "populistische" Partei zu werden.

Nach 49 Jahren Mitgliedschaft in der CSU ist der frühere Landrat von Schweinfurt, Harald Leitherer, aus der Partei ausgetreten. Er habe sich den Schritt lange überlegt, sagte Leitherer im SZ-Gespräch.

Seit 1969 habe er viel Herzblut in die CSU investiert, sehe diese aber auf dem Weg zur "populistischen" Partei. "Völlig unerträglich" sei das Verhalten von Horst Seehofer der Kanzlerin gegenüber.

Seehofers Satz, er lasse sich von Angela Merkel nicht als Bundesinnenminister entlassen, weil er diese zur Kanzlerin gemacht habe, sei "Unsinn" und "lächerlich" und offensichtlich einem "Persönlichkeitsdefizit des Vorsitzenden" geschuldet, schreibt Leitherer an CSU-Generalsekretär Markus Blume. Leitherer war von 1995 bis 2013 Landrat im Kreis Schweinfurt. Zehn Jahre war er Vorsitzender der unterfränkischen Landräte.

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