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Vergleich: Mercedes CLS / Audi A7:Das zweite Leben der Limousine

Offenbar hat die klassische Gattung endlich eine Ausdrucksform mit Zukunft gefunden: Mercedes CLS und Audi A7, eine Betrachtung.

Eigentlich ist das ein unmöglicher Vergleich. Ein Auto mit Diesel gegen eines mit Benzinmotor. Aber eigentlich ist das auch eher eine Betrachtung von zwei Charakteren. Bloß keine schnöde Zahlenklauberei.

Audi A7 Sportback

Rollendes Wohlfühlambiente

Das verbietet sich im Grunde schon, wenn man den Mercedes CLS und den Audi A7 Sportback auch nur von Weitem sieht. Beide sind alles andere als fade, so schön und aufregend, im Gegenteil, dass man sie für alles halten könnte, nur nicht für Limousinen alten Schlags. Die haben schon seit einiger Zeit ihren Ruf weg: abgenutzt, ein bisschen langweilig, das Verfallsdatum in Reichweite.

Das hier aber besitzt Stil und Eleganz und eine unwiderstehliche formale Überzeugungskraft. Auch wenn das Design in beiden Fällen vollkommen andere Wege geht.

Der Mercedes lässt Muskeln spielen. Dafür riskiert er die eine oder andere Übertreibung, diesen weiten Schnitt der vielen Linien und Kanten zum Beispiel, oder die Rückleuchten, die aussehen wie Riesenmandeln; und nicht zuletzt die dramatische Front, Ähnlichkeiten mit dem Flügeltürer SLS sind dabei weder zufällig noch ungewollt. Alles in allem bezieht der CLS seine Faszination aus dieser Kombination von Eleganz und Aggressivität.

Der Audi ist designmäßig dennoch eine andere Welt. Betörende Proportion, klare Linien, selbstbewusst, ausgewogen. Aufregend ist er in wohl dosierten Details wie dem Übergang der Flanke in die Heckpartie. Oder im Entstehen und Verlauf der Schulterlinie. So oder ähnlich hätte man sich, nebenbei gesagt, den letztlich mutlosen A8 gewünscht. Die empirische Zufallsabstimmung an der Tankstelle gewinnt der A7 gegen den CLS jedenfalls klar. Der Glanz in den Augen der Damen ist nicht zu übersehen.

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