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Praxistest von CHIP:Ein E-Scooter schwächelt beim Bremstest

E-Scooter schützt vor Bußgeld nicht

Immer mehr Unternehmen bieten E-Scooter zum Leihen an. Doch ein Test zeigt: Es gibt große Unterschiede zwischen den einzelnen Modellen.

(Foto: Pixabay Lizenz/CODUKA GmbH/obs)

Ein Test zeigt: E-Scooter-Verleiher unterscheiden sich nicht nur im Preis. Auch bei Bremsweg und Komfort schneidet ein Modell besonders schlecht ab.

In vielen deutschen Städten hat man mittlerweile die Qual der Wahl, mit welchem E-Tretroller man sich in den Stadtverkehr begeben möchte. Doch wie groß sind die Unterschiede zwischen den Leihanbietern? Das hat sich das Magazin CHIP in München angeschaut und vier Anbieter von E-Scootern getestet. Berücksichtigt wurden Modelle von Circ, Lime, Tier und Voi.

Die Tester fuhren die E-Scooter im Straßenverkehr und machten zudem Messungen im Testlabor. Das Ergebnis zeigt überraschend große Unterschiede. Während Testsieger Circ (Note 1,3) und der zweitplatzierte Anbieter Tier (1,4) noch sehr nah beieinander liegen, fielen Lime (2,0) und der schwedische Anbieter Voi (2,4) deutlich zurück.

Die Modelle von Circ und Tier überzeugten laut CHIP durch "hervorragendes Fahrverhalten und eine angenehme Federung". Bei Lime fiel den Testern negativ auf, dass der E-Tretroller an Steigungen doch deutlich mehr Mühe hatte als seine Konkurrenten, zudem verlangt das US-Unternehmen mit 25 Cent pro Minute den höchsten Preis.

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Seit dem 15. Juni sind E-Tretroller in Deutschland erlaubt. Und fast schon genauso lange stehen zahlreiche Miet-Scooter in vielen deutschen Städten. Wie finden das die Passanten? Und wer fährt überhaupt mit den Scootern?

Den letzten Platz bekam der Voi-Scooter vor allem aufgrund seiner schlechten Federung und des langen Bremswegs. In mehreren Versuchen stand der Tretroller des schwedischen Anbieters erst nach rund vier Metern -. damit war der Bremsweg doppelt so lang wie bei den anderen Rollern. Obwohl er die beste Beleuchtung aller Modelle hatte, landete der Voi-Scooter in der Kategorie "Sicherheit" auf dem letzten Platz.

Mittlerweile unterscheiden sich die verschiedenen Anbieter auch im Preis. Zwar verlangen Circ, Lime, Tier und Voi jeweils einen Euro als Aktivierungsgebühr für jede Fahrt. Bei den Minutenpreisen ist Lime in München mit 25 Cent pro Minute mit Abstand am teuersten. Circ berechnet 20 Cent, Tier 19 und Voi 15 Cent. Die Preise können jedoch in anderen Städten anders aussehen. Bei Voi und Circ braucht man eine Kreditkarte zum Zahlen, bei Tier und Lime geht die Abrechnung auch über Paypal.

Der E-Scooter-Markt erwartet in vielen deutschen Städten allerdings noch Zuwachs. Bird, Hive und Wind haben bereits angekündigt, in absehbarer Zeit Mietroller in München zu platzieren. Außerdem ist die Stadt noch mit den eher unbekannten Anbietern Floatility, dott, Lab1886, BIT Mobility und BlueScooters im Gespräch.

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