Mercedes Concept IAA im Fahrbericht Per Daumen durch die Menüs flippern

Im Innenraum nimmt das Concept IAA die Bedienstruktur der neuen Mercedes E-Klasse vorweg.

(Foto: Daimler AG)

Deutlich dichter an der Realität präsentiert sich das Cockpit des Viertürers. Das Bedienkonzept werden wir in kaum veränderter Form in der neuen E-Klasse wiederfinden, die im Januar Premiere feiert. Gestensteuerung? Fehlanzeige. Touchscreen? Gibt's nicht. Selbst den Command-Controller, der seit 17 Jahren die Mittelkonsole der Sternenträger ziert, sucht man vergebens. Nur das Trackpad auf dem Getriebetunnel hat in leicht abgewandelter Form überlebt. Doch selbst die verbesserte Sprachsteuerung und das abermals erweiterte Head-up-Display verraten noch nichts über die Quintessenz der Ergonomie-Revolution, die in zwei kleinen unscheinbaren schwarzen Vierecken in den Lenkradspeichen zu Tage tritt.

Dahinter verbirg sich die Optische Finger Navigation (OFN) - eine Reise per Daumen durch die Menüs und Submenüs. Sie können über ein Touchpad in alle Richtungen scrollen, so eine bestimmte Funktion auswählen und diese per Knopfdruck bestätigen. Falsche Eingabe? Ein kurzes Antippen der silbernen Return-Taste genügt, und der Prozess kann von vorne beginnen.

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Nur am Mercedes-Stern wird nicht gerüttelt

Die Bewegungen des rechten Daumens werden vom rechten Monitor abgebildet, der sich um Infotainment, Navigation und Telefonie kümmert. Alle fahrzeugbezogenen Daten werden im linken Display dargestellt und mit dem linken Daumen dirigiert. Klingt komplex, erweist sich aber als praktisch. Die Mercedes-Bedienphilosophie "Hände am Lenkrad, Augen auf der Straße" wird per OFN rundum überzeugend umgesetzt.

Das dritte Geheimnis des Concept IAA erschließt sich vorläufig nur Insidern. Man könnte es als das Gesicht und die Formensprache von Eva umschreiben. Hinter dieser Abkürzung steckt die Electric Vehicle Architecture, die in drei Schüben auf den Markt kommen soll. Den Anfang macht 2018 der ELC auf GLC-Basis, danach folgen 2020 und 2022 zwei emissionsfreie Neuentwicklungen, die jeweils als Limousine und Crossover das Segment der Premium-Stromer aufmischen dürften.

Design-Ähnlichkeiten zwischen der Studie und künftigen Serienmodellen wird es bei der weiterentwickelte Aerodynamik, dem stark eingezogenen und hart abgeschnittenen Heck und der Front mit den übereinander platzierten Lichtleitern geben. Eine entsprechende Leuchtengrafik soll im Heck Akzente setzen. Nur am Mercedes-Stern wird nicht gerüttelt - Ikonen haben bekanntlich Bestandsschutz.

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