Die Fahrzeuge der Windsors:Buy British

Queen Elizabeth II. ist bekannt für ihre Hunde, ihre Liebe zum Protokoll und zu ausgefallenen Hüten. Doch die Königin hat auch eine Schwäche für Autos - ein Spleen, den ihre Familie schon immer hatte. Diese Fahrzeuge bewegen die Windsors.

Sascha Gorhau

Elizabeth Windsor fand Autos schon immer gut. Sie wurde in eine Familie hineingeboren, die neben den vierbeinigen Pferden auch ein Faible für die vierrädrige Gefährte hatte. Das erste Automobil am königlichen Hof hielt bereits 1897 Einzug: ein Daimler 6HP, angeschafft von Elizabeths Urgroßvater, König Edward VII. So verwundert es nicht, dass die heutige Königin bereits im Alter von vier Jahren zum ersten Mal in einem Automobil abgelichtet wurde. Das Bild dokumentiert die Rückkehr von Elizabeth in den Buckinghampalast im November 1929 auf dem Rücksitz eines Daimler Double Six 30 - natürlich eines britischen Wagens aus der Daimler Motor Company, nicht zu verwechseln mit der bekannten schwäbischen Fahrzeugschmiede gleichen Namens.

Doch die Queen kennt an Autos mehr als nur die hintere Sitzreihe. Mit der Dienstnummer 230873 hat sich Elizabeth II. 1944 nicht nur in den Herzen des britischen Volkes verewigt, sondern auch solide automechanische Kenntnisse erworben: Elizabeth Windsor begann als erstes weibliches Mitglied des Königshauses 1944 ihren Militärdienst beim Heimathilfsdienst ATS (Auxiliary Territory Service). Dort erlernte sie fundierte kraftfahrtechnische Kenntnisse.

Die Queen besaß und besitzt zahllose Fahrzeuge, unter anderem aus dem Hause Daimler, Rolls-Royce, Bentley - und vor allem Land Rover. Elizabeth II. lernte den rustikalen Charme der puristischen Geländewagen bereits während ihrer Militärzeiten schätzen. Bis heute steigt die Königin bei ihren immer noch häufigen Ausflügen aufs Land und zu den Pferdekoppeln des Empires gerne in dessen luxuriösere Weiterentwicklung, den Range Rover. Zu offiziellen Anlässen ist derzeit ein Spezial-Bentley der royale Favorit. Er wurde extra für die Queen angefertigt. Bei Volkswagen übrigens, denn die deutschen Autobauer haben die britische Traditionsmarke bereits 1998 gekauft.

Die jungen Royals mögen deutsche Autos

Jüngere Mitglieder der königlichen Familie sind gegenüber Modellen nicht-britischer Herkunft aufgeschlossener. Vor allem Prinz William und seine Kate setzen privat eher auf deutsche Fabrikate. Als die Prinzessin noch Middleton hieß, fuhr sie bis zum Jahr 2007 einen VW Golf IV. Danach kaufte sie sich die Ingolstädter Edel-Variante des Wolfsburger Kompaktwagens, einen Audi A3. Dank der britischen Boulevardpresse ist sogar der Kaufpreis des Wagens bekannt, 23.000 britische Pfund.

Ihr Gatte liebt es sportlicher. Der Prinz steuert privat unter anderem einen Audi S4 und einen A6 Avant vom selben Hersteller. Der Faszination der schnellen Fortbewegung frönt William außerdem auch auf zwei Rädern. Schon lange bevor Audi Ducati gekauft hatte, fuhr der Prinz die schnellen Zweizylinder aus Italien. Sogar seinen letzten Abend als Junggeselle verbrachte er auf dem Sitz des Ducati-Superbikes 1198.

Sein Vater, Prinz Charles, bevorzugt britische Automodelle. Charles besitzt so manchen automobilen Klassiker von der Insel und hat ein Faible für Umbauten mit Öko-Anspruch. Der Sportwagenklassiker Aston Martin DB6 beispielsweise befindet sich im Besitz des Prince of Wales. Der Zweitürer wurde komplett auf Ethanolkraftstoff umgestellt. Charles gilt als glühender Umweltschützer, umso logischer ist es, dass der grüne Prinz einen Jaguar XF und verschiedene Range-Rover-Modelle besitzt, die auf Biodiesel umgebaut sind und von Charles mit recycletem Frittenfett betrieben werden. Geradezu konservativ wirkt da das Gefährt seines Bruders Andrew, ein Bentley Arnage. Die Queen wird's freuen: Wenigstens einer ihrer Söhne kommt nach ihr.

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