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Computer-Revolution hinterm Steuer:Digitaler Lifestyle in Infotainment-Systemen

"Gamification", also die spielerische Inszenierung der Technik, soll sie für den Fahrer noch besser erlebbar machen. Auch bei BMW und Mercedes hält dieser digitale Lifestyle in den Infotainment-Systemen Einzug. Während sich bei Daimler eine Smartwatch von Pebble mit dem Auto verknüpfen kann, stellten die Münchner in Las Vegas eine BMW-i3-App für das Samsung Galaxy Gear vor. Die clevere Uhr mit dem großen Bildschirm zeigt unter anderem den Ladezustand des Elektrofahrzeugs am Handgelenk an und ermöglicht ferngesteuerte Einstellungen der Klimaanlage.

Wie es mit den Telematik- und Infotainmentsystemen in Zukunft weitergehen könnte, demonstrierte Mercedes mit der "Predictive User Experience": Aus den Gewohnheiten und Vorlieben der Fahrer und Mitfahrer werden immer präzisere Profile destilliert. In vorauseilendem Gehorsam soll das Fahrzeug dann individuelle Wünsche erkennen und proaktiv die nächsten Bedienschritte vorschlagen.

Intuitive Verständigung zwischen Fahrer und Fahrzeug

"Unsere Entwicklungsteams für die Predictive User Experience setzen sich fast zu gleichen Teilen aus IT-Ingenieuren und Designern für die Bedienoberflächen zusammen", verrät Johann Jungwirth, "dadurch kombinieren wir Logic und Flow, also rationale und emotionale Intelligenz", so der Leiter des jüngst erweiterten Mercedes-Forschungs- und Entwicklungszentrums im kalifornischen Sunnyvale. Rund um das automatisierte Fahren werde die intuitive Verständigung zwischen Fahrer und Fahrzeug immer wichtiger, so Jungwirth.

Gleichzeitig lerne der Fahrer, sich mit traumwandlerischer Sicherheit in den virtuell erweiterten Welten zu bewegen: "Die Technik verändert uns. Wir sind nicht unabhängig davon, sondern Teil des Ekosystems der elektronischen Geräte", ist Alexander Mankowski überzeugt. Daimlers Zukunftsforscher war nicht der einzige in Las Vegas, der in den kommenden Jahren einen radikalen Wandel im Verhältnis von Mensch und Maschine erwartet.