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BMW und Toyota:Beide Autos sehen eigenständig aus

Erlkönigfotos zeigen sehr ähnlich gestaltete Innenräume. Klar: Bei Sitzen, Oberflächen und Instrumenten wird differenziert, doch die Elektronik muss man sich wohl oder übel teilen, und auch das iDrive-Bediensystem kann Toyota vermutlich nicht einfach neu erfinden. Dennoch ist es kaum vorstellbar, dass die Supra von BMW-Händlern gewartet und repariert wird. Das wichtigste Unterscheidungsmerkmal ist die äußere Form: Obwohl Scheibenwinkel, Schottwand, Türausschnitte und Radstand identisch sind, überrascht das Coupé durch seine eigenständig-markante Optik. Der Z4 wirkt schnittig und cool.

Um den Preis auf dem Niveau des Vorgängers zu halten, bleiben Hightech-Features wie Hinterachslenkung, Luftfederung, Doppelkupplungs-Getriebe und Vierradantrieb außen vor. Die Liste der fahrdynamischen Verführungen konzentriert sich vielmehr auf Verstelldämpfer, Sportbremse, maximal 19 Zoll große Räder und das rundum kernigere M-Paket. Eine 388 PS starke M-Performance-Variante ist denkbar, aber (noch) nicht beschlossen. Der vom M4 abgeleitete Z4M bleibt auch diesmal unrealisiert: zu kleine Stückzahlen, zu teuer, zu dicht am Cabrio.

Wie geht es mit der fragilen Ost-West-Beziehung weiter?

Für die Abstimmung beider Varianten zeichnet BMW verantwortlich. Insider geraten ins Schwelgen: messerscharfes Handling, Grip ohne Ende, Instant-Bremse, präzise Lenkung. Laut Flurfunk ein Auto für harte Männer, auf der Nordschleife Schnellster seiner Klasse, der neue Angstgegner von Boxster/Cayman und Audi TT - Toyoda darf schon mal den Rennoverall bereitlegen.

Trotzdem ist unklar, wie es weitergeht mit der fragilen Ost-West-Beziehung. Warum fragil? Weil die beiden wichtigsten Gemeinschaftsprojekte in den Gremien versickert sind: Bei der Brennstoffzelle zogen die Partner nur zu Beginn am gleichen Strang, die angedachte Kooperation zwischen Mini und Toyota wurde nicht umgesetzt. Was bleibt, sind vereinzelte Motorenlieferungen und viele Ideen. Entschieden ist aber noch nichts.

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