Spanien versteppt, in den USA schrumpfen die Stauseen, Australien fährt immer kleinere Ernten ein: Die Hälfte der Weltbevölkerung ist heute schlechter mit Wasser versorgt als die Bewohner des antiken Rom.
Wer immer der Erde ihren Namen gegeben hat, es war ein Irrtum. Der Planet müsste "Wasser" heißen, nicht Erde. Mehr als zwei Drittel der Oberfläche sind von Wasser bedeckt. Auf dem Planeten gibt es 1.500.000.000.000.000.000.000 Liter Wasser. Es füllt die Ozeane, Seen, Flüsse und Swimmingpools, es lagert und fließt unterirdisch, vereist die Pole, schwebt als Dampf in der Atmosphäre. Die Wassermenge ist gigantisch, und doch leidet die Menschheit unter zunehmender Wasserknappheit.
Wo es knapp wird, ist Wasser ein umkämpftes Gut, so wie auf Haiti nach dem Hurrikan Hanna im Jahr 2008. (© Foto: AP)
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Peter Gleick, Präsident des auf Wasserfragen spezialisierten Pacific Institute in Oakland, USA, fasst die Situation vieler Menschen in einem Vergleich zusammen: Die Hälfte der Weltbevölkerung sei heute schlechter mit Wasser versorgt als die Bewohner Roms vor 2000 Jahren. Mehr als eine Milliarde Menschen müssen täglich verschmutztes Wasser trinken. Und das, obwohl in den vergangenen Jahren Millionen Menschen durch Hilfsprogramme erstmals Zugang zu sauberem Wasser bekommen haben. Laut der Weltgesundheitsorganisation WHO sind 88 Prozent aller Erkrankungen weltweit auf verschmutztes Trink- und Brauchwasser zurückzuführen.
Die Situation verschärft sich stetig. Durch die globale Erwärmung geht in Gletschern gebundenes Süßwasser verloren. Der Report "Global Outlook for Ice and Snow" des Umweltprogramms der Vereinten Nationen besagt, dass 40 Prozent der Weltbevölkerung ihre sichere Wasserversorgung wegen des Verlustes von Eisflächen in den Hochgebirgen einbüßen könnten.
Zunehmender Wassermangel beeinträchtigt auch die Landwirtschaft und damit die Produktion von Nahrungsmitteln. Der Klimawandel bringt Niederschlagsmuster durcheinander - manche Gegenden leiden an Dürre, andere werden von ungewöhnlichen Starkregen überschwemmt. Regen- und Trockenzeiten verschieben sich.
Immerhin verbrauchen die gut sechs Milliarden Menschen Wasser nicht auf die gleiche Weise wie andere Ressourcen. Es kann nicht wie etwa fossile Brennstoffe nur einmal aus dem Boden geholt und genutzt werden, bis die Vorräte irgendwann erschöpft sind. Der Wasserkreislauf ist das größte, gegen Störungen widerstandsfähigste und verlässlichste Recyclingsystem der Erde. Doch stößt dieses natürliche Wiederaufbereitungssystem laut dem aktuellen Report "The World's Water" des Pacific Insitute an seine Grenzen.
Der Mensch entnimmt dem Recyclingsystem vielerorts mehr, als es nachliefern kann. "Peak Water" wird das Phänomen genannt - analog zu Peak Oil. Messbar ist das in dramatisch sinkenden Grundwasserständen und vergifteten Seen wie etwa im Norden Chinas oder in katastrophalen Ernteausfällen in Australien; im Schrumpfen des Tschad-Sees ist es zu sehen, der mehr als 90 Prozent seiner Fläche verloren hat, ebenso im Austrocknen des Rio Grande im Westen Nordamerikas kurz vor seiner Mündung, in der fortschreitenden Versteppung Spaniens und in vielen anderen vergleichbaren Entwicklungen.
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In bestimmten Organisationen sogar das Hirn. Da wird auf das fast zuviele Wasser hingewiesen, was es auf der Erde gibt und andererseits müsste doch einer bezahlten Organisation WHO wenigstens bekannt sein, dass es einen Wasserkreislauf gibt, kein Tropfen verloren geht und es keine Gesetzmäßigkeiten, dass das entsalzene Wasser auch per Post bei Adressen ankommt. Übelst dumm der Vergleich mit dem antiken Rom und der heutigen Wasserversorgung. Wir sind heute eben ein paar mehr Leute auf der Erde und hätten statt Krieg zu führen mal eher über die Wasserversorgung nachdenken müssen. Jetzt ist ohnehin alles zu spät, da hilft auch keine Jammern und schon gar nicht eine Studie.
ich finde es - als science-fiction-leser - immer wieder seltsam, wieviele lösungsansätze für so gut wie alle unsere momentanen und zukünftigen probleme eben dort angedacht werden. und fast amüsant - wenn auch mit einem weinenden auge -, wieviele dieser lösungsansätze dank des heute leider immer noch negativen rufes dieses genres ungehört verhallen...
jedenfalls kommen mir auf anhieb mehrere sf-bücher in den sinn, die das thema ressourcen- und besonders wasserknappheit behandeln. einige von ihnen sind schon jahrzehnte alt, einige schon erheblich älter als die diversen grünen bewegungen:
rick raphael - strahlen aus dem wasser (darin geht es um die schaffung einer "global water authority", einer behörde vergleichbar mit der uno, deren einziger existenzzweck das wasser ist)
brian aldiss - tod im staub
stephen baxter - der multiversum-zyklus
im letzteren findet sich eine anspielung auf ein sachbuch:
"mining the sky" von john s. lewis (nur noch antiquarisch zu bekommen, ich habe mein exemplar aus den usa - aber die anschaffung ist alle mühen wert!). vor 10 jahren erschienen, wird es - eigentlich mit jedem tag - immer aktueller.
wie der titel schon nahelegt, geht es um die bodenschätze, die der "himmel" für uns quasi auf dem präsentierteller bereithält. selbst wenn dieser präsentierteller schwer zu erreichen sollte, nur mit großem zeit- und geldaufwand, so denke ich, dass man diese chance nicht ungenutzt verstreichen lassen sollte.
lewis bezieht sich vor allem auf die unermesslichen schätze, die in asteroiden verborgen sind. und das ist - wie jeder wissen sollte - nicht nur wasser. aber auch.
unermesslich viel wasser, um genau zu sein. man schätzt, dass in asteroiden und anderen erdnahen himmelskörpern insgesamt knapp das 1000 milliardenfache des wassers gelöst ist, was wir menschen im laufe unserer existenz verbraucht haben.
selbst wenn es weit weniger sein sollte - wir sollten den blick ein wenig erheben, weniger selbstgefällig und egoistisch sein und unsere kosmische nachbarschaft eindringlich betrachten.
wie fast immer und überall bekommt man einen besseren überblick (und findet evtl. einen weiteren möglichen begehbaren weg), wenn man mal die perspektive wechselt.
Es werden 20.000 Liter Wasser benötigt, um 1kg Fleisch herzustellen, aber nur 50 Liter Wasser für 1kg Weizen. Die verbrauchte Wassermenge für 5kg Fleisch entspricht dem durchschnittlichen Jahreswasserverbrauch von 2 Personen.
Der selige Wiiy Brand SPD,hat einen sehr beachtenswerten Aufsatz in den 70 ger Jahren darueber geschrieben. Die zukuenftigen Kriege,werden wegen Wasser ausgetragen,er fand damals nur wenig Beachtung mit seiner Studie. Ein Teil der Studie ist alt und ein anderer Teil stimmt so nicht mehr, aber das Dilemma kann jederzeit kommen. Das in Europa,Spanien zu den groessten Verschwendern zaehlt weiss man auch,dieses abzustellen wuerde in Spanien einen neuen Buergerkrieg heraufbeschwoeren.Siehe Alikante,dort wurde alles gruen mit Beton zugeschmiert,auch in Naturschutzgebieten. Dort hat man halt die Kirchturmpolitik und keiner will der Wahrheit in das Auge sehen. Auch auf den anderen Kontinenten haben wir nicht die moeglichkeit helfen zu koennen,dort wuerde man dafuer keinerlei Verstaendniss aufbringen. Das sind auch Tatsachen die man beruecksichtigen muss.
"Also bislang sind alle Prophezeiung der menschlichen Katharsis nicht eingetreten und bislang hat der Mensch für jedes ernstzunehmende Problem eine Lösung entwickelt, weil er ansich nämlich verdammt intelligent ist."
Um Kriege zu vermeiden haben wir bisher wenig Lösungen entwickelt. Offenbar führt der ansich verdammt intelligente Mensch aus vernünftigen Beweggründen Kriege..irgendwie doch erbärmlich...der Mensch... Mal ernsthaft. Es ist nötig die Probleme von heute, heute zu lösen und nicht erst wenn der Schlammassel angerichtet ist. Das ganze nennt sich Vorsorgeprinzip. Ich habe hierzu mal nen interessantes Referat aus dem Bereich Wirtschaftstheorie gehört...rein mathematische Argumentation...
" Wieso wollen Revolutionäre eigentlich immer den Menschen umformen?! "
Das Urmel von der Leyen ist dann mit ihrem Geschwurbsel wohl auch ne Revolutionärin. Ganz zu schweigen vom Diktat des Kapitalisten siehe INSM..lol
"Das was Sie vorschlagen würde nur in einer Diktatur funktionieren, also einem System das den Menschen zwingt nicht so zu sein wie er will, wie er ist."
Den Zwang lese ich schon aus dem Grundgesetz heraus.
"Mal ganz im ernst, dass ist doch sozialromatischer Schwachsinn - es macht wenig Sinn irgendwelche Ressourcen quer über den Planeten umzuverteilen nur um den Lebensstandard irgendwo auf dem Planeten auf Kosten der Allgemeinheit an irgendwelche Niveaus anzupassen."
-Ich muss gerade an alle die Öltanker auf den Weltmeeren denken.-
Immer noch günstiger als Millionen Afrikaner nach Europa zu holen...oder was schlagen sie als Hilfe vor?
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