Der Aktivismus von Behörden und Politikern in Sachen Schweinegrippe verdient vielfach die Diagnose: Hyperaktivität im Fieberwahn - und könnte gefährlich werden.
Die Schweinegrippe breitet sich aus, und die Politik in Deutschland reagiert prompt. Die Bundesländer übertreffen sich darin, wer mehr Antivirenmittel gehortet hat. Ministerien beraten darüber, wie viel Impfstoff sie bestellen und welche Berufs- und Bevölkerungsgruppen zuerst geimpft werden. Nationale Pandemiepläne werden überarbeitet, und die Virenforschung bekommt mehr Geld. Falls die neue Influenza vom Typ H1N1 bald schlimmer wüten sollte, scheint Deutschland gut vorbereitet zu sein.
Anzeige
Dieser Eindruck täuscht. Der Aktivismus von Behörden und Politikern in Sachen Schweinegrippe verdient eher die Diagnose Hyperaktivität im Fieberwahn. Das kann getrost als Symbolpolitik im Wahlkampf verbucht werden. Tamiflu und Relenza für Millionen? Bisher weiß man, dass diese Medikamente die Symptome der Schweinegrippe nur minimal abmildern. Die Dauer des Fiebers vermindert sich von sechs auf fünf Tage. In Dänemark und den USA sind Resistenzen aufgetaucht, auch weil die Mittel zu sorglos verabreicht wurden. Zudem mehren sich Berichte über Nebenwirkungen wie Übelkeit, allergische Reaktionen und psychische Störungen.
Ein neuer Impfstoff, den im ersten Durchgang 25 Millionen Bundesbürger bekommen sollen, könnte noch schlimmere Folgen haben. In den Zulassungsstudien wird das Mittel nur an ein paar tausend Probanden getestet - Nebenwirkungen bei einem Prozent der Teilnehmer würden da kaum auffallen. Später wären 250.000 Menschen betroffen. Der neue Impfstoff, von dem niemand weiß, wann er fertig ist, darf keinesfalls vorschnell auf den Markt kommen. Dann wäre die Symbolpolitik nicht nur nutzlos, sondern womöglich sogar gefährlich.
Vertrauen Sie auf die Impfung? Schreiben Sie uns Ihre Meinung!
- Thema
- Schweinegrippe RSS
- H1N1 Über 1000 Menschen an Schweinegrippe gestorben 05.08.2009
- Schweinegrippe-Impfung "Derzeit suchen wir Probanden" 04.08.2009
- Schweinegrippe Impfen oder nicht impfen? 17.07.2009
- Schweinegrippe-Patient Berühmtheit wider Willen 06.05.2010
- Borstentiere in der Kultur Einmal Schwein sein 03.05.2010
- Schweinegrippe Böse Überraschung nach der Grippeimpfung 07.04.2010
- Impfstoff-Engpass Sorge um die Vorsorge 08.02.2010
Großprojekte in Berlin
Und noch ein nettes Detail:
http://www.n-tv.de/panorama/Krankfeiern-mit-Schweinegrippe-article449790.html
In England sind viele Fälle der Schweinegrippe von Arbeitnehmern vorgetäuscht worden.
Mundus vult decipi.
Vielleicht bin ich ja schon ein Fossil, aber zu Naturwissenschaft gehört der experimentelle Beweis. Alles andere sind vielleicht interessante Arbeitshypothesen.
Und gerade das unterscheidet auch die Naturwissenschaft von der Humanmedizin, da Beweise hier auch ethisch verwerflich sein können und eben nicht jeder Körper unter dem Messer oder dem Virus seine Alpha-Helices schön anordnet.
Es gibt durchaus Wissenschaftler die den Titel nicht verdienen da sie Lügen und Betrügen. Das gibt es wie im "richtigen" Leben eben auch in der Wissenschaft. Das in Abrede zu stellen ist meiner Ansicht nach mehr das Niveau der Zeitungen die Sie ansprachen.
Ihr "FALLSFALLS" betrifft eine Arbeitshypothese (s.o.) es kann aber genausogut die "normale" Influenza sein, die eine tödliche Mutation macht, vielleicht auch schon gestern gemacht hat. Ausserdem sterben die Menschen nicht unbedingt an der "Influenza" da es noch zig andere Viren gibt die ähnliche Krankheitsverläufe ergeben. Alles in allem wissen wir einfach viel zu wenig über Viren und brauchen viel zu lange, um diese (meiner Ansicht nach) effektiv bekämpfen zu können. Daneben ist unsere "Bekämpfung" nur eine Konditionierung des körpereigenen Immunsystems. Und nun wollen wir den Körper gegen einen Virus konditionieren der noch nicht lethal ist, da wir HOFFEN dass, sollte er tödlich mutieren, die Konditionierung auch dagegen greift? Obwohl wir die Mutation noch nichtmal kennen? Sie impfen also mit einem Stoff von dem Sie "hoffen" das er wirkt, gegen etwas von dem Sie nicht wissen was es ist und mit einem Stoff dessen andere Wirkungen Sie nicht ausreichend untersucht haben? Aber Sie fordern einen naturwissenschaftlichen Ansatz?
In einem haben Sie allerdings recht und ich unrecht. SARS war etwas anderes. Allerdings hat niemand erklären können was es war und woher es kam. Es "verschwand". Wahrscheinlich einfach aus dem Grund, dass wir nicht wissen, wonach wir suchen müssen. Wobei wir dann wieder bei unseren Wissenslücken wären.
... und schon tobt der Schwachsinn.
Ist unter den Diskutanten eigentlich EIN Naturwissenschaftler oder zumindest naja egal.
SARS war eine durchaus gefährliche Infektionskrankheit. Dies als "Hype" zu bezeichnen, der den Pharmafirmen und Krankenkassen (!) die Kassen mit Milliarden füllt, ist schon äußerst geistreich. "Wissenschaftler" in Anführungsstriche zu setzen spricht auch eher für eine gewisse Bildungsferne, oder !?
Interessant ist, dass man beim Lesen der Kommentare erkennt, wer seine Bildung vornehmlich aus Boulevardmedien und Internetforen bezieht.
Falls FALLSFALLS in naher Zukunft wirklich eine potentere i.S. letalere Virusform anfängt, vornehmlich junge und "gesunde" Menschen abzuräumen, bin ich auf´s Gezeter gespannt, dass nicht schnell genug geimpft wird und nur "die da oben" den guten Impfstoff erhalten.
bei Wolfram Wodarg, der schon 2006 die Vogelgrippen-Tamiflu Hysterie - damals wurden auch schon Millionen an Steuergeldern dafür verpulvert - kritisierte.
wodarg.de/show/2651826.html
...jedes Jahr
Soviel dazu.
Paging