Die Impfung gegen das H1N1-Virus ist fragwürdig. Möglicherweise haben nicht nur medizinische Gründe zur Impfempfehlung geführt.
Stell dir vor, es ist Schweinegrippe, und keiner fühlt sich bedroht. Stell dir weiter vor, es gibt eine Impfung, die als bedrohlicher wahrgenommen wird als die Krankheit, vor der sie schützen soll. In dieser paradoxen Situation befindet sich Deutschland derzeit.
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Vorsorge mit Risiko: Die Schweinegrippe-Impfung (© Foto: dpa)
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Zum Glück erweist sich die Schweinegrippe hierzulande bisher als ziemlich milde. Bei den meisten der 22.000 Infizierten, bei denen H1N1 nachgewiesen wurde, verlief die Erkrankung harmloser als die saisonale Grippe. Wo also ist die Gefahr?
Das Virus könnte plötzlich häufiger schwere Symptome auslösen. Das Virus könnte sich verändern und gefährlicher werden. Das Virus könnte sich mit anderen Viren zu einem Super-Virus vermischen und rund um den Globus eine Spur der Verwüstung hinterlassen.
Alle diese Szenarien sind möglich - sie könnten heute, morgen oder nächstes Jahr tatsächlich Wirklichkeit werden, vielleicht aber auch nie. Zu viele Konjunktive, um sich gefährdet zu fühlen.
Weltweit sind bisher mehr als 350.000 Infektionen mit H1N1 nachgewiesen worden, etwa 4500 Menschen sind an der neuen Influenza gestorben. Auch wenn es unangenehm ist, Todesopfer gegeneinander aufzurechnen, hilft es, sich klarzumachen, dass die saisonale Grippe im Gegensatz dazu jährlich allein in Deutschland 8000 bis 11.000 Todesopfer fordert.
Deutschland war noch nie gut in Risikoeinschätzung. Die sprichwörtliche "German Angst", die von amalgam-sanierten Homöopathiefreunden geäußerte Sorge um das Waldsterben und der Kampf gegen Mobilfunkantennen sind in anderen Weltgegenden als irrationale Marotten dieser seltsamen Teutonen legendär. Deutschland, das Land der Denker und Grenzwerte.
Bundesbehörden, Ministerien und Länderregierungen müssten eigentlich um das Skepsis- und Erregungspotential ihres Volkes wissen. Stattdessen präsentieren sie den Bürgern halbfertige Impfpläne mit halbfertigen Impfstoffen. Die neuen Vakzine sind übereilt hergestellt und an nur wenigen Freiwilligen getestet worden.
Sie sind teilweise mit neuen Wirkverstärkern versetzt, mit denen ebenfalls wenig Erfahrung besteht. Das Risiko der Impfung ist wahrscheinlich nicht sehr groß, aber es lässt sich eben auch nicht ausschließen.
Die Entscheidung für eine Impfung wird meist von beschwerdefreien Gesunden getroffen. Wer sich Schmerzen zufügen und impfen lässt, wägt vorher seinen vermuteten Nutzen und Schaden ab.
Entweder muss die Bedrohung durch die zu verhindernde Krankheit als ausreichend groß erachtet werden oder das Risiko eines Schadens verschwindend gering erscheinen. Beides ist im Fall der Schweinegrippe derzeit nicht gegeben.
Zudem besteht der Verdacht, dass nicht nur medizinische Gründe zur Impfempfehlung geführt haben. Die europäische Zulassungsbehörde ist mehrheitlich von der Industrie finanziert, die meisten Mitglieder der deutschen Impfkommission standen auf der Honorarliste von Pharmafirmen.
Länder und Ministerien haben mit Impfstoffherstellern Geheimverträge geschlossen, den Preis ausgehandelt und die Firmen von jeglicher Haftung freigestellt. Die Logistik der Verteilung ist unklar, wie die Kühlkette aufrechterhalten werden soll, dürfte spannend werden.
Ärzte sind wütend, weil die Impfchargen so groß sind, dass zehn bis zwanzig Patienten am Tag geimpft werden müssen - oder der Rest des Impfstoffs verfällt. Verwirrung stiftet, dass die Bundeswehr (die Bundesregierung auch?) andere Impfstoffe erhält als der Rest der Bevölkerung. Die Impfkampagne ist ein einziges Durcheinander.
Die Zweifel bleiben, sie werden sogar größer. Die vielen offenen Fragen hätten vor der Impfempfehlung erörtert werden müssen - auch wenn dies den Impfbeginn verzögert hätte. Da dies nicht geschehen ist, scheint die Spritze gegen die Grippe vor allem eines zu sein - eine Konjunkturspritze für die Pharmaindustrie.
Ob Mobiltelefone oder drahtloses Internet krank machen können, wird eifrig diskutiert, und es gibt in jedem Haushalt eine Fülle weiterer Sender. Ein Schwerpunkt dazu, was die Forschung über deren Wirkung weiß. Jetzt lesen ...
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(SZ vom 15.10.2009/gal)
Bundespräsident in Erklärungsnot
Sie Schlau berger: jedes Jahr sterben allein in Deutschland ca. 10.000-20.000 Menschen! AN GRIPPE! Und da kommen Sie mit Ihren paar Toten (Gott hab sie selig) als Begründung?
Recherchieren ist nicht so einfach...
weil man gegen die Grippe an sich auch mit Hausmitteln vorbeugen kann. Es gibt pflanzliche Mittel mit erwiesener antiviraler Wirkung. Impfstoff macht erstmal nur für Risikopatienten Sinn und medizin. Personal. Da hätte man auch echt kleinere Chargen bestellen können. Es erinnert sehr an die Hysterie mit Tamiflu. Alle Bestände, die die Regierung aufgekauft hat, wieviel Geld das damals gekostet hat ... Und wofür? Das meiste mußte weggeworfen werden. Weil die Haltbarkeit schlecht ist.
Die Gefahr einer Pandemie ist immer gegeben, aber man muß echt mal die Kirche im Dorf lassen. Der volkswirtschaftliche Nutzen einer Durchimpfung kann sich auch wieder ins Gegenteil verkehren, wenn die Kosten zu hoch sind und sich schwere Nebenwirkungen, die jetzt billigend in Kauf genommen werden, vermehrt zeigen.
Alles hätte täte und könnte: da kann man sich echt gleich ins Grab legen. Der Artikel spricht mir aus der Seele.
"Entweder muss die Bedrohung durch die zu verhindernde Krankheit als ausreichend groß erachtet werden oder das Risiko eines Schadens verschwindend gering erscheinen. Beides ist im Fall der Schweinegrippe derzeit nicht gegeben."
Das sage ich inzwischen seit gut zwei Monaten.
Kleine Info so am Rande: Hr. Dr. Bartens ist Mediziner, ob Sie das jetzt anerkennen oder nicht spielt gelinde gesagt, keine Rolle. Jedenfalls gehe ich davon aus, dass er weiß, wovon er spricht, was man von sehr vielen " Experten" oder solchen, die sich dafür halten nicht unbedingt sagen kann! Nebenbei bemerkt, ist es auffällig, dass Sie es peinlichst vermeiden, besondere Erkenntnisse überhaupt zu erwähnen!
jedes Jahr sterben Tausende an der alljährlich wiederkehrenden Grippe, wenn ihr Grundleiden bislang nur grenzwertig therapiefähig war. Daran werden Ihre schlauen Reden garnichts ändern. Niemand hat was dagegen, immungeschwächte Menschen vorsorglich zu impfen ! Aber auch das ist wegen der Nebenwirkungen nicht unproblematisch. Mit "mantra und Homöopathie" ist nix zu machen, es sei denn Ihr Glaube versetzt Berge ! Aber durch gesunden Lebenswandel ( Bewegung, den ich garnicht Sport nennen möchte), vernünftige Ernährung ist ne`ganz andere Gesundheitsebene zu gewinnen, die vielen Zivilisations-Krankheiten vorbeugt. z. B. Fettsucht, Rückernleiden, Diabetes, Stoffwechselerkrankungen, Autoimmunkatastrophen.Die Scheingefechte der Pharma-Krämerseelen, nur den Profit im Visier, gehen an diesen realen Problemen restlos vorbei. Kapitalistische Akkumulation ist die Gesundheitsdivise !
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