Liebeskummer schmerzt, er macht Menschen krank und verrückt. Er kann einen sogar umbringen. Doch die Trauer um das verlorene Glück hat bei all seiner Raserei einen Nutzen.
Sie randalieren, drohen mit Selbstmord, schreiben wirre Briefe - und sie weinen, weinen, weinen. Wer unter Liebeskummer leidet, scheint jede Verhältnismäßigkeit weit hinter sich gelassen zu haben. Seit einigen Jahren können Wissenschaftler bestätigen, was Poeten schon seit Jahrtausenden wissen: Liebeskummer schmerzt, er macht Menschen krank und verrückt. Er kann einen sogar umbringen.
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Wenn wir Liebeskummer haben, wird das Herz mit den Stresshormonen überschwemmt. Brustschmerzen und Atemnot können die Folge sein. (© i.Stock)
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Psychologen teilen den seelischen Ausnahmezustand professionell distanziert in verschiedene Phasen ein. Zunächst wollen die Verlassenen nicht wahrhaben, dass es vorbei ist. Es ist die Zeit, in der der Verflossene mit Briefen und Anrufen bombardiert wird. Verantwortlich sind die Botenstoffe Dopamin und Noradrenalin, die im Laufe der Evolution eigentlich dazu dienten, ebenso verzweifelt wie energisch ein verlorenes Muttertier zurückzurufen. Mit der gleichen existentiellen Wucht versuchen verlassene Menschen, den Partner zurückzuerobern.
Lässt sich das Ende einer Liebe nicht mehr leugnen, fällt der Dopaminspiegel drastisch ab, meist folgt die Depression. Die Betroffenen können weder schlafen noch essen, zermartern sich das Gehirn nach dem Warum. Manche hetzen rastlos umher, andere verkriechen sich. Am Ende dieser zweiten Phase empfinden sie Wut und Rachegefühle - egal wie das gelaufen ist, so ist es unfair!
Erst wer diese kritische Zeit überstanden hat, bekommt langsam wieder Zuversicht, kann sich mit der Situation abfinden und Pläne für die Zukunft entwickeln. Doch bis dahin ist der Weg beschwerlich. In einer Studie an Liebeskummerkranken stellte der Verhaltensforscher Michael Bechinie von der Universität Wien schon vor Jahren fest, dass 45 Prozent der Studienteilnehmer Selbstmordgedanken hegten und Trauerreaktionen ähnlich wie beim Tod eines Angehörigen zeigten.
"Verhalten ähnlich wie bei einer Depression"
Aber welchen Sinn könnte ein derart selbstzerstörerischer Mechanismus im Laufe der Menschheitsgeschichte gehabt haben? Der Neurobiologe Oliver Bosch sucht an der Universität Regensburg mit seinem Kollegen Larry Young vom Yerkes Institute in Atlanta nach einer Antwort auf diese Frage. Sein Studienobjekt sind Präriewühlmäuse - bekannt für lebenslange Paarbeziehungen. Es kommt bei den Nagern zwar vor, dass sich männliche Mäuse auf ihren täglichen Streifzügen in Affären mit anderen Partnerinnen stürzen, aber abends kehren sie stets ins heimische Nest zurück.
Die Forscher wollten wissen, was passiert, wenn das Weibchen plötzlich nicht mehr zu Hause wartet, sondern verschwindet. Die Effekte erinnerten an menschliches Verhalten: Der gerade noch aktive Mäusecasanova verwandelte sich binnen weniger Tage Single-Dasein in ein antriebsloses Tier, das "Verhalten ähnlich wie bei einer Depression" zeigte, wie Bosch berichtet.
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Frage: Wie erklärt die Kabbala den Anstieg der weltweiten Suizidrate?
Rav Dr. Mischael Laitman: Die Leere im Verlangen des Menschen zwingt ihn, sein Verlangen zu töten. Menschen werden alles tun, um zu vermeiden, sich leer zu fühlen. Die Dinge werden sich nur verschlechtern, speziell unter der Jugend!
Frage: Religiöse Kanoniker sehen den Suizid als die größte Sünde an. Wie sieht die Kabbala das?
Rav Dr. Mischael Laitman: Suizid ist die Reaktion des Menschen auf die Unmöglichkeit, in unserer Welt Erfüllung zu finden, da ein Mensch sein Leben nur in der Erfüllung seines Verlangens wahrnimmt! Die autentische Kabbala kann das Licht der Erfüllung anziehen und folglich ist sie das einzige Hilfsmitte,l welches dazu fähig ist, Suizid zu vermeiden.
Hier ein Nachrichtenartikel, den ich kürzlich dazu sah (übersetzt von Newsru.com): In China beenden eine Viertelmillion Menschen jährlich ihr Leben mit Suizid. Die US Armee brach einen 28 Jahre alten Rekord der Suizide ihres Personals. In Japan bewegt sich die Anzahl der jährlichen Suizidtoten um die 30.000. Russland nimmt bei Suiziden unter Jugendlichen den ersten Platz ein und ist weltweit an zweiter Stelle der Selbstmorde insgesamt.
Mehr zum Thema unter http://www.laitman.de/?s=selbstmord
Celine Polo
die Schwangerschaft von Fr. Nahles, und das alles, obwohl gar kein richtiger Sommer ist.
3 verschiedene Artikel auf der SZ-Homepage i.S. Liebe/Herz/Dating gesehen. Furchtbar!