Der Streit um den Ankauf von Daten deutscher Steuersünder in der Schweiz eskaliert. Ein eidgenössischer Nationalrat droht deutschen Politikern mit direkter Vergeltung.
Im Streit über den Ankauf von Steuersünder-Daten kommt aus der Schweiz nun die Drohung, bislang geheime Konten von deutschen Politikern und Amtsträgern zu veröffentlichen. "Falls Deutschland gestohlene Bankdaten kauft, werden wir auf eine Gesetzesänderung hinarbeiten, dass sämtliche Schweizer Konten von deutschen Personen, die öffentliche Ämter bekleiden, offengelegt werden", wird der schweizerische Nationalrat Alfred Heer von der Bild-Zeitung zitiert.
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Der Streit zwischen der Schweiz und Deutschland um die Daten von mutmaßlichen Steuerhinterziehern zieht immer weitere Kreise. (© Foto: dpa)
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Heer, Chef der einflussreichen konservativen SVP im Kanton Zürich und Präsident des Bundes der Steuerzahler Schweiz, erklärte dem Bericht zufolge, es gebe Hinweise, dass zahlreiche deutsche Politiker und Richter in Liechtenstein und der Schweiz Konten oder Stiftungen unterhielten. "Die ersten Informationen darüber werden uns schon angeboten", wird Heer zitiert.
Nach Nordrhein-Westfalen will auch Baden-Württemberg eine Steuer-CD mit Daten potenzieller Steuersünder kaufen, wie Bundesfinanzminister Wolfgang Schäuble in der Frankfurter Rundschau ankündigte.
Es liege eine Anfrage des Landes beim Bund vor, die sein Haus wie in den anderen Fällen unterstützen werde, sagte der CDU-Politiker.
Kein gutes Gefühl
Niemand habe ein "gutes Gefühl" dabei, auch er selbst nicht: "Aber wir haben auch die Verpflichtung, im Interesse der Gerechtigkeit und des Vertrauens der Menschen in die Fairness unseres Sozialstaates, die Gesetzmäßigkeit der Besteuerung auch im Verwaltungsvollzug durchzusetzen", sagte Schäuble.
Bundesaußenminister Guido Westerwelle will zur Entschärfung des Streits zwischen Deutschland und der Schweiz beitragen. Er wolle seinen Einfluss geltend machen, "dass gerade befreundete Staaten wie Deutschland und die Schweiz hier enger kooperieren als bisher", kündigte der FDP-Chef laut Rheinpfalz am Sonntag an.
Es gelte, Steuerstraftaten und Datendiebstahl gemeinsam einen Riegel vorzuschieben. Zugleich äußerte sich der Vizekanzler kritisch zum umstrittenen Ankauf der Dateien. Steuerhinterziehung und Datendiebstahl seien beides Rechtsbruch und beides gehöre bestraft.
Unternehmer zeigt UBS an
Unter anderem wegen Angeboten zur Steuerhinterziehung hat ein deutscher Unternehmer unterdessen die Schweizer Bank UBS angezeigt, berichtete die Frankfurter Rundschau. Die Hauptvorwürfe der Strafanzeige seien Betrug, Untreue und versuchte Nötigung. Die Offerte zur Steuerhinterziehung habe den Unternehmer, der seinen Namen nicht nennen wolle, nach einem Umzug zurück nach Deutschland erreicht.
"Es besteht das Risiko, dass Sie in Deutschland (einen) Steuerwohnsitz begründet haben"; es sei "sehr rasches Handeln nötig", sonst drohe "unbeschränkte Steuerpflicht" in Deutschland, zitiert die Zeitung aus einem Schreiben der Bank. Die Bank habe eine "Wohnsitznahme in der Schweiz" vorgeschlagen, in Zürich eine Dreizimmerwohnung angemietet, eine Aufenthaltsbewilligung eingeholt und Pauschalbesteuerung in der Schweiz beantragt.
Zudem habe die UBS das Depot des Unternehmers ohne sein Wissen in eine Art Hedgefonds verwandelt. Der Unternehmer, dessen Vermögen bei der UBS vor zwei Jahren noch rund 50 Millionen Euro betragen habe, schulde der Bank deshalb heute angeblich rund sieben Millionen Euro, heißt es in dem Bericht. Es habe aber nur einen Beratungsvertrag gegeben. Die Bank erklärte laut dem Bericht, eine interne Untersuchung zu den Vorwürfen eingeleitet zu haben.
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(sueddeutsche.de/dapd/vw/pak)
ARD-Deutschlandtrend
Das wäre es doch wenn die "feinen"Damen und Herren der Politik
so an den Pranger gestellt würden. Ich würde die Schweizer beglückwünschen. Vielleicht kommen dann doch einige Politiker auf den Gedanken, endlich die Steuergesetze, die nicht einmal ein Finanzbeamter im Detail kennt, vereinfachen und sämtliche
Schlupflöcher entfernen. Dann würde das heutige Desaster in
wesentlichen Punkten weggeblasen.
Aber Herr Prof. Kirchner, damals im Kompetenzteam von Frau Merkel, hat dies damals schon gefrordert. Vergeblich!!! Der Grund?
Ein Schelm der Böses dabei denkt-
Allem Anschein nach haben gewisse Herren der Politik Angst dass ihr Name auf Schweizer Bankkonten auftauchen. Wie sonst ist zu verstehen das ein Herr Kurt Lauk, seines Zeichens Präsident des Wirtschaftsrates der CDU oder der Deutsche Industrie- und Handelskammertag (DIHK) eine Amnestie fordern. Der Fisch fängt vom Kopf an zu stinken. Nun liebe Steuerfahnder das wäre doch mal ein Indiz hier genauer zu erforschen.
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... da es mit dem Bankgeheimnis in der Schweiz bald so wie so zu ende geht ... sollte die Schweiz bei den Politikern und Amtsträgern der Staaten anfangen die die Daten kaufen anfangen ... kleine Rache die uns viel Freude bereiten würde :)
Unsere hochbezahlten Transferempfänger mit Nebeneinkünften in den Parlamenten legen ihr Schwarzgeld in der Schweiz an, während sie hier lauthals aufstockern und Hartz-IV-Empfängern "Dekadenz" vorwerfen.
Wenn die Liste der "Anleger" nicht binnen einer Woche veröffentllicht wird, bestehe ich auf Neuwahlen. Ich lasse mich nicht von Kriminellen regieren !
Im Übrigen bleibt die rot-grüne Ecke merkwürdig still bei diesem Thema. Frau Roth, Frau Künast, Herr Gabriel und Frau Merkel sowieso, einen Kommentar bitte !!!
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