Neues Walmart-Label Dieses Unternehmen gehört einer Frau

"Woman owned" ist das neue Fairtrade: Die US-Supermarktkette Walmart will zukünftig Produkte kennzeichnen, die von Unternehmen hergestellt werden, die Frauen gehören. Die Kampagne ist Teil eines groß angelegten Förderprogramms.

Manche essen nur vegan, einige kaufen nur Produkte mit einem "Fairtrade"-Etikett und wieder andere suchen nach dem Label "Bio". Nachhaltiger und bewusster Konsum ist schon seit Jahren so angesagt, dass es sogar eine eigene Bezeichnung für diejenigen gibt, die ihn verfolgen: "Lohas" - abgeleitet von "Lifestyle of Health and Sustainability".

Die US-Supermarktkette Walmart hat sich nun laut der Finanzagentur Bloomberg ein weiteres Kriterium einfallen lassen, nach dem ihre Kunden zukünftig Waren auswählen können: Sie will Produkte kennzeichnen, die von Unternehmen hergestellt werden, die Frauen gehören.

Walmart als feministisches Vorzeigeunternehmen?

Das Unternehmen hatte bereits 2011 angekündigt, Unternehmen von Frauen fördern zu wollen - unter anderem versprach Walmart, bis 2016 für 20 Milliarden Dollar Produkte von Unternehmen, die einer Frau gehören, zu beziehen. Und nun soll es also bald Etiketten geben, die eben diese Produkte kennzeichnen.

Als frauenfreundliches Vorzeigeunternehmen gilt Walmart trotzdem nicht. Immer wieder beklagten Frauen, schlechter bezahlt und bei Beförderungen übergangen zu werden. Für großes Aufsehen sorgte etwa eine Sammelklage im Namen von 1,5 Millionen ehemaligen und aktuellen Mitarbeiterinnen aus dem Jahr 2011. Zwar entschied der Supreme Court zugunsten der Supermarktkette - die Klage sei schlicht überdimensioniert, die Fälle zu unterschiedlich. Doch es gibt nach wie vor immer wieder Kritik an den Arbeitsbedingungen und der Bezahlung von Walmart-Angestellten.

Zuletzt sah sich das Unternehmen mit einer Kampagne konfrontiert, die dessen Umgang mit Schwangeren anprangerte. Walmart lenkte ein - und veränderte die Regeln für den Umgang mit schwangeren Mitarbeiterinnen.