Der die das Blog über Feminismus, Frauenquote, Genderthemen - SZ.de

Der die das Blog

Blog zu Feminismus und Genderthemen

#Aufschrei und Betreuungsgeld, Quote und Gender Pay Gap - Der Feminismus wurde schon häufiger für tot erklärt als Popmusik, der Euro oder Schnurrbärte, doch in den vergangenen Monaten wurde klar: Er lebt. Und wie. Deutschland diskutiert über Frauen in Führungspositionen und Männer, die Kinder hüten. Wir streiten über Sexismus im Job und auf der Straße und fragen uns: Wie sollen und wollen Männer und Frauen hier und jetzt zusammenleben und -arbeiten? Dieses Blog soll die Situation von Frauen in Politik, Wirtschaft, Gesellschaft und Medien beschreiben - was uns auffällt, missfällt oder gefällt.

Neues Walmart-Label
:Dieses Unternehmen gehört einer Frau

"Woman owned" ist das neue Fairtrade: Die US-Supermarktkette Walmart will zukünftig Produkte kennzeichnen, die von Unternehmen hergestellt werden, die Frauen gehören. Die Kampagne ist Teil eines groß angelegten Förderprogramms.

Fragwürdiger Bewegungstipp
:Ministerin für Mädchensport

Die britische Sportministerin empfiehlt Frauen, Ballett, Cheerleading oder Rollschuhlaufen auszuprobieren - weil das schön weiblich aussieht. Sie setzt damit ein falsches Signal, das manche Frauen sogar abschrecken könnte.

Von Sonja Salzburger

Große Koalition
:Frauen an die Front

Sexistische Twitter-Sprüche sind heute ausnahmsweise kein Grund, sich zu ärgern. Denn die Parteichefs der großen Koalition haben verstanden, dass eine Hälfte der Bevölkerung Frauen sind - und verteilen dementsprechend wichtige Posten.

Von Hannah Beitzer

Bechdel-Test in schwedischen Kinos
:Frauen, die mit Frauen sprechen

Abziehbild oder eigenständige Person? Der Bechdel-Test offenbart mit drei einfachen Fragen, ob ein Film Frauen ernst nimmt. Vier schwedische Kinos weisen nun aus, welche Filme den Test bestanden haben - darunter finden sich auch einige Überraschungen.

Von Anne Hemmes

UN-Kampagne gegen Sexismus im Netz
:Frauen sollten ...

... den Mund halten: Googles Autocomplete-Funktion diffamiert nicht nur Personen. Sie hilft, ein ganzes Geschlecht zu verunglimpfen, wie eine UN-Kampagne eindrucksvoll zeigt. Wie weit darf Schwarmschwachsinn gehen?

Von Johanna Bruckner

Studie des Allensbach-Instituts
:Gefühlte Gleichberechtigung

Dass Männer und Frauen in der Bundesrepublik weitgehend gleichberechtigt sind, denkt einer aktuellen Umfrage zufolge nur ein Drittel der Deutschen. Vor allem die Frauen sehen mehr Handlungsbedarf als in den vergangenen Jahren. Daraus zu schließen, dass die Lage sich verschlimmert, wäre aber falsch.

Von Felicitas Kock

Tunesische Aktivistin verlässt Femen
:Nackter Verrat

"Bibel, Tora oder Koran, alles der gleiche Mist": Angeblich protestiert Femen gegen alle Religionen. Gegenüber dem Islam zeigen die Oben-ohne-Aktivistinnen aber besonders wenig Fingerspitzengefühl. Wofür und wie Musliminnen kämpfen, kümmert sie kaum. Entsprechend beleidigt reagieren sie auf den Austritt ihrer bekanntesten muslimischen Mitstreiterin.

Von Lilith Volkert

MeinungKrippenplatzgarantie und Betreuungsgeld
:Gebt Eltern echte Wahlfreiheit!

Die von Konservativen gern propagierte Wahlfreiheit in Sachen Kinderbetreuung ist eine feine Sache. Durch das Betreuungsgeld wird aber nur eine sehr armselige Form dieser Freiheit geschaffen. Für echte Selbstbestimmung reichen die beiden Extreme - Krippen für voll arbeitende Mütter und Hausfrauen, die sich nur um die Erziehung kümmern - bei Weitem nicht aus.

Ein Kommentar von Barbara Galaktionow

Droh-Tweets gegen Feministin
:Wie zehn Pfund auf Twitter Hass schüren

Caroline Criado-Perez setzt sich für mehr Frauen auf britischen Geldscheinen ein. Für ihren Erfolg wurde die Aktivistin bei Twitter aufs Übelste beschimpft. Längst geht es nicht mehr um die Zehn-Pfund-Note. Sondern um die Freiheit aller in sozialen Medien.

Von Lena Jakat

Geschlechtslose Australierin
:Männlich? Weiblich? Unbestimmt

Egal ob Norrie May-Welby ein neues Bankkonto eröffnen will oder einen Führerschein beantragt, ihre Geschlechtsbezeichnung lautet "unbestimmt". Sie oder "zie" ist der erste Bewohner Australiens, der von den Behörden weder als weiblich noch als männlich registriert wird. Ende eines jahrelangen Kampfes.

Von Antonie Rietzschel

Abschlussbericht des Beirats für Jungenpolitik
:Jungs kleben an traditionellen Familienmodellen

Jungs wünschen sich eine Partnerin, Kinder - und Karriere. Ob sich das vereinbaren lässt und sie dafür Kompromisse eingehen müssen, darüber denken sie lieber gar nicht erst nach.

Von Lena Jakat

MeinungGrimme Online Award für #Aufschrei
:Eine Aktion, an der Trolle verzweifeln

Die Anti-Sexismus-Kampagne #Aufschrei ist mit dem Grimme Online Award ausgezeichnet worden - als erster Hashtag überhaupt. Das Besondere daran ist: Selbst die Kritiker der Aktion verdeutlichen ihre Notwendigkeit.

Ein Kommentar von Hannah Beitzer

Ägyptisches TV-Experiment
:Belästigt werden wie eine Frau

Ungewöhnliches TV-Experiment: Um auf die sexuellen Belästigungen aufmerksam zu machen, denen Frauen in Ägypten ausgesetzt sind, hat sich ein Schauspieler als Frau verkleidet und die Reaktionen der Männer auf offener Straße in Kairo getestet. Sein Fazit ist schockierend.

Merle Sievers

Facebook und Gewalt gegen Frauen
:Nackt geht gar nicht, geknebelt schon

Wenn es um nackte Brüste oder gar Penisse geht, versteht Facebook keinen Spaß - und löscht. Rassistische, homophobe und antisemitische Inhalte sind ebenfalls verboten. Kein Problem sind aber anscheinend Seiten, die Gewalt gegen Frauen verherrlichen. Dagegen wenden sich nun Aktivistinnen via Twitter.

Von Barbara Vorsamer

MeinungReplik auf Norbert Blüm
:Es gibt keinen Grund mehr, zu heiraten - außer Liebe

Der ehemalige Arbeitsminister Norbert Blüm macht sich Sorgen um Ehe und Familie in Zeiten von Kinderkrippen, Lebenspartnerschaften und Karrierefrauen. Unsere Autorin findet: Gleichberechtigung in allen Lebensbereichen macht wahre Liebe erst möglich.

Von Barbara Vorsamer

Anne Wizorek im Gespräch mit Jakob Augstein
:Eine Frage der Höflichkeit

Was ist eigentlich aus der Sexismus-Debatte geworden? Ist der impulsive #Aufschrei verhallt? War es ein Sturm im Wasserglas? Hat sich was verändert? Jakob Augstein befragte dazu Aktivistin Anne Wizorek.

Von Ruth Schneeberger, Berlin

Frauenbild in Iran
:Männer protestieren in weiblichem Gewand

Ein verurteilter Mann in Iran wird zur Erniedrigung in Frauenkleidern zur Schau gestellt. Doch statt Abschreckung ruft die vermeintliche Bestrafung eine ungewöhnliche Protestaktion hervor: Im Internet ahmen Männer das Beispiel nach - als emanzipatorisches Exempel.

Von Josh Groeneveld

"Es reicht!" von Alice Schwarzer
:Barbie war immer schon vorher da

Das neue Buch von Alice Schwarzer beschäftigt sich laut Titel mit Sexismus im Beruf. Doch dann kommt alles Mögliche zur Sprache: vom weiblichen Körperbewusstsein bis zum #aufschrei, vom Fall Dominique Strauss-Kahn bis zur Frauenquote. Es hängt ja auch alles mit allem zusammen.

Von Barbara Vorsamer

Dauerstreit um Frauenquote
:Was den Frauen wirklich helfen würde

Die Koalition hat die feste Frauenquote für Aufsichtsräte abgeschmettert. Na und? Die Politiker sollten über Wichtigeres nachdenken als darüber, ob ein paar Hundert Business-Damen die gläserne Decke zum Top-Job durchbrechen. Ihr Ziel sollte es sein, Millionen anderer Frauen zu mehr Gleichberechtigung zu verhelfen.

Von Barbara Galaktionow

Aktion in Berlin
:Mit dem #ubahn-Ticket gegen Belästigung

Wer pöbelt? Wer ist freundlich? Wer hilft sogar mit dem Kinderwagen? Zwei Berliner fahren in zwölf Stunden das ganze Berliner U-Bahn-Netz ab, beobachten die Fahrgäste und teilen ihre Eindrücke auf Twitter. Sie wollen so ein Zeichen gegen Belästigung setzen. Ein Gespräch über Stereotype und die Muße des U-Bahn-Fahrens.

Von Lena Jakat

Kritik an Facebook-Kampagne
:Gleichstellung macht manche gleicher

Homo-Ehe? Finden Millionen Facebook-Nutzer super und tauschen ihr Profilbild gegen ein rot-rosa Gleichheitszeichen. Kritik daran kommt ausgerechnet aus der queeren Szene: Die Kampagne sei elitär und rassistisch.

Von Nadia Pantel

Frauen in der Wissenschaft
:Elise fucking loves Science

4,2 Millionen Fans und täglich werden es mehr: "I fucking love Science" ist die erfolgreichste Wissenschaftsseite bei Facebook. Doch als der Betreiber einen Twitteraccount eröffnet, ist der Schock bei den Lesern groß: Hinter der Seite steht eine Frau.

Von Lena Jakat

Facebook-Managerin Sheryl Sandberg
:Frauen, heult doch!

Wenn Frauen vor Kollegen oder gar dem Chef weinen, ist das beruflicher Selbstmord. Oder nicht? Facebook-Managerin Sheryl Sandberg hält Tränen im Büro sogar für karriereförderlich.

Von Johanna Bruckner

Link- und Lesetipps
:Wenn Papa der Mama an den Hintern langt

Betatschen innerhalb der Beziehung ist gar nicht sexistisch, findet Schauspielerin Nadja Uhl. Und Ministerin Schröder will die Präsenzkultur in Unternehmen durch fleißiges Fordern abschaffen. Interessante Links zu Familiengipfel, #aufschrei und Vereinbarkeit Familie und Beruf.

Von Barbara Vorsamer

Tablet für Frauen
:Pink und babyeinfach

Mal wieder hat sich ein Hersteller von Elektronikgeräten gedacht: Machen wir es pink, dann mögen es auch Frauen. Und damit diese sich damit besonders wohl fühlen, stopfte er es mit Apps zu den Themen Kinderkriegen, Shoppen und Kochen voll. Da kann einen nur noch eines trösten.

Von Barbara Vorsamer

Best of Internet
:Linktipps zum Weltfrauentag

Sollte Prostitution verboten werden? Welche Frauen haben Rechte weltweit? Wie sieht es eigentlich mit der Situation der Frauen in der CSU aus? Und warum gibt es so wenig weibliche Solidarität? Die besten Links zum Weltfrauentag.

Von Hannah Beitzer und Johannes Kuhn

Frauentag in Russland
:"Feminismus ist was für Euch aus dem Westen'"

Eine Mischung aus Valentinstag und Muttertag: Russland feiert heute den Internationalen Frauentag zum 100. Mal. Privat legen die Russen Wert auf traditionelle Geschlechterrollen, viele junge Frauen träumen davon, reich zu heiraten und sich verwöhnen zu lassen. Im Joballtag sieht das aber ganz anders aus.

Von Hannah Beitzer

Derdiedas Blog
:"In Mathe bin ich Deko"

Versandhändler Otto verkauft ein T-Shirt, auf dem sinngemäß steht, dass Mädchen schlecht in Mathe sind. Die Bundesregierung verhindert die EU-Frauenquote. Und Bundespräsident Gauck zieht die Empörung von Netzaktivistinnen auf sich, weil er in der Sexismus-Debatte "Tugendfuror" ausmacht. Diese drei Begebenheiten illustrieren pünktlich zum Internationalen Frauentag, warum wir Feminismus dringend brauchen.

Von Barbara Vorsamer

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