Das Ende eines angeblichen Erfolgsprojektes: Bundesarbeitsministerin Ursula von der Leyen will die Zuschüsse für staatlich geförderte Stellen drastisch senken - damit dürfte die Zahl der Ein-Euro-Jobs massiv sinken. Städte und Sozialverbände sind empört.
Die Bundesregierung schränkt die Ein-Euro-Jobs deutlich ein. Arbeitsministerin Ursula von der Leyen (CDU) will die Förderung für diese Stellen drastisch reduzieren. Dies geht aus einem Gesetzentwurf ihres Ministeriums hervor. Vor allem Kommunen und Sozialverbände sollen weniger Geld erhalten. Die Caritas, der Deutsche Städtetag und der Paritätische Gesamtverband befürchten, dass die Kürzungen schwer vermittelbare Langzeitarbeitslose treffen.
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Ein Vorschlag von Bundesarbeitsministerin Ursula von der Leyen (CDU) würde die Ein-Euro-Jobs faktisch kappen. (© dapd)
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Ein-Euro-Jobs sind das am häufigsten eingesetzte Mittel, um Menschen, die auf die staatliche Grundsicherung (Hartz IV) angewiesen sind, wieder an den Arbeitsmarkt heranzuführen. Im März 2011 zählte die Bundesagentur für Arbeit (BA) 172.400 Ein-Euro-Jobber. Dabei erhalten Langzeitarbeitslose gegen eine Entschädigung von durchschnittlich 1,50 Euro die Stunde eine befristete Arbeit vermittelt, etwa in Altenheimen, der Parkpflege oder auf Bauhöfen.
Der Träger, der sie beschäftigt, bekommt für die sozialpädagogische Betreuung eine bestimmte Monatspauschale. Diese ist nach Angaben der Bundesagentur nach oben nicht begrenzt. Der Referentenentwurf des Bundesarbeitsministeriums sieht nun vor, diese Pauschale auf maximal 150 Euro zu kürzen. Im Durchschnitt zahlte die Nürnberger Bundesagentur 2009 aber etwa 263 Euro. Bei jedem vierten Langzeitarbeitslosen habe die Pauschale bei mehr als 300 Euro gelegen, heißt es bei der BA.
Außerdem will das Ministerium künftig festlegen lassen, dass die geförderten Jobs gemeinnützig, zusätzlich zu regulären Tätigkeiten und "wettbewerbsneutral" sind. Die Stellen dürfen also Privatunternehmen nicht schaden. Dies stand bereits bisher in einer "Arbeitshilfe" der Bundesagentur. Nun will von der Leyen die Regeln auch ins Gesetz mit aufnehmen. All dies dürfte dazu führen, dass die Zahl der Ein-Euro-Jobs deutlich zurückgeht. Der Bundesrechnungshof hatte immer wieder kritisiert, dass Ein-Euro-Jobs reguläre Stellen verdrängen. Der Entwurf des Ministeriums wird derzeit mit den anderen Ressorts abgestimmt.
Bei den Verbänden stößt das Vorhaben von der Leyens schon jetzt auf starke Bedenken. Georg Cremer, Generalsekretär des Deutschen Caritasverbandes, sagte der Süddeutschen Zeitung: "Eine Pauschale von 150 Euro ist völlig unzureichend, um Langzeitarbeitslose zu betreuen, die seit Jahren ohne Job sind und verfestigte Vermittlungshemmnisse haben." Wenig hält er auch von den neuen Vorschriften in dem Entwurf. "Personen, die dem Arbeitsmarkt lange fern waren, brauchen realistische Arbeitssituationen, die dem normalen Arbeitsalltag mit seinen Anforderungen entsprechen." Dies sei in der Praxis nicht umsetzbar, wenn Kriterien wie die Zusätzlichkeit einzuhalten seien.
Ähnliche Kritik kam von Monika Kuban, stellvertretende Hauptgeschäftsführerin des Deutschen Städtetages: Wenn es zu deutlichen Kürzungen im Bereich der Erwerbsfähigen mit besonderen Vermittlungsschwierigkeiten komme, "wird die Integration in den Arbeitsmarkt für diesen Personenkreis noch schwerer. Das halten wir für kein gutes Signal".
Der Hauptgeschäftsführer des Paritätischen Wohlfahrtsverbands, Ulrich Schneider, sagte: "Frau von der Leyen sollte den Mut haben, die Ein-Euro-Jobs abzuschaffen, wenn sie der Ansicht ist, dass sie wirkungslos sind." Dann sollte sie auch "echte Alternativen in einem öffentlich geförderten Beschäftigungssektor schaffen". Der Sprecher von der Leyens wies die Kritik zurück: Bei den Ein-Euro-Jobs wolle das Ministerium "Leistungen beschneiden, bei denen es sehr viele Mitnahmeeffekte gegeben hat"
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(SZ vom 19.04.2011/aum)
Georg Cremer, Generalsekretär des Deutschen Caritasverbandes, sagte der Süddeutschen Zeitung: "Eine Pauschale von 150 Euro ist völlig unzureichend, um Langzeitarbeitslose zu betreuen, die seit Jahren ohne Job sind und verfestigte Vermittlungshemmnisse haben.
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wen wunderts. gerade die caritas beutet doch seit jahren arbeitslose für hungerlöhne aus statt ordentliche arbeitsplätze zu schaffen und nebenbei aht man dann auf kosten des steurzahlers noch gut daran verdient. und diese organisation schimpft sich wohltätig. . da wird einem jaübel bei dieser doppelmoral. :-(
Hä, Mauermer Verlogen, ? - 1000 € mtl. f. Alleinstehenden plus ... ???
Gib mir den Tip, wie das gehen soll !
War 4 Jahre + 1 Monat zwangsverpflichtet für die AWO-München in der Abt. Hausverwaltung gute Dienste zu leisten.
(Dies waren 3 Verträge, die ich jew. verlängern musste, da mir sonst mein ALGII
gekürzt oder gestrichen würde ...)
AWO hat gut profitiert auf Staatskosten und ich habe MIND. EINE halbe Vollzeitstelle eingespart.
Bin Dipl.-Wirtsch.-Ing.(FH), habe lange Erfahrung im Immobilienbereich, - durch meine Alter (zwischenzeitlich ca. 62 J.) ist die ARGE (Jobcenter) jedoch NICHT in der Lage mir EINE Festanstellung zu vermitteln, von der ich voll leben könnte.
Besser für UvdLeyen bzw. Vorgänger: MAW-Jobs aus der Staatskasse zu bezahlen und damit die Statistik zu "schönen" ...
Stand heute:
ARGE war tüchtig und hat viele MAW-Jobs vermittelt (Dass die dort Prämien erhielten für Vermittlungen - ein Gerücht ?)
Einige sind in Vorruhestand gegeangen - andere sind verstorben oder ausgewandert.
Grund für die Merkel-Medien: JOBWUNDER - (Bringt Pluspunkte bei Wähler-stimmen in turbulenten Zeiten !!!)
(Lediglich die mit Export-verbundenen Jobs erleben durch Nachholbedürfnis des Auslands einen Auftragsschub und stellen Zeitarbeitskräfte ein.
GLORIA IN EXCELSIS DEO - oder besser: "Herr wirf Hirn vom Himmel !!!"
Hier handelt es sich um reguläre Arbeitsverhältnisse, die einfach umgewandelt wurden. Hauptsache, ein anderer, hier der Bund, zahlt. Alle 1-Euro-Jobs sollten sofort wieder in normale, sozialversicherungspflichtige Arbeitsplätze überführt werden. Seien wir mal ehrlich, überschlagsweise erhält ein Alleinstehender ca. 1000 Euro als Harz-IV-Empfänger. Rechnet man die Pauschale hinzu, sind es 1180 Euro, zusammen mit den genannten ca. 300 Euro sind wir fast bei 1500.- Netto. Dafür kann man wirklich Parks säubern, von diesem Betrag leben. Das System ist also erwiesenermassen falsch aufgebaut, eine Änderung dringend nötig. Konsequenz: Weg mit den 1-Euro-Jobs, per Gesetz umwandeln in reguläre Arbeitsverhältnisse. Allen, auch dem Staat, wäre gedient. Daher wird es so auch nicht laufen....
Wäre das Thema nicht so ernst, so müsste man eigentlich herzhaft darüber lachen.
„Der Träger, der sie beschäftigt, bekommt für die sozialpädagogische Betreuung eine bestimmte Monatspauschale.“
Wie sieht sie denn aus, diese sozialpädagogische Betreuung ?
Morgens um sieben bekommst du auf dem städtischen Bauhof eine Schippe und einen Besen in die Hand gedrückt und gehst dann sechs Stunden mit deiner Kolonne Parks und Straßen säubern.
Der „Arbeitgeber“ freut sich derweil über die Tatsache, dass er für dich noch Geld bekommt und der Hartzler es ihm auch noch erspart einen „normalen“ Arbeitnehmer einstellen zu müssen.
Wen wundert da eigentlich noch, dass diese Nutznießer eines menschenverachtenden „Beschäftigungsmodells“ nun aufschreien.
Wenn Herr Cremer dann auch noch sagt: "Personen, die dem Arbeitsmarkt lange fern waren, brauchen realistische Arbeitssituationen, die dem normalen Arbeitsalltag mit seinen Anforderungen entsprechen." und meint: „Dies sei in der Praxis nicht umsetzbar, wenn Kriterien wie die Zusätzlichkeit einzuhalten seien“ so entlarvt er eigentlich nur, was alle schon wussten: Zusätzlichkeit war für diese Nutznießer noch nie ein Kriterium ! Ausser den Politikern war dies, wie bereits gesagt, jedem Normalbürger mit ein wenig Grips auch von vorneherein klar.
Einfach lächerlich! Es zeigt einmal mehr, wie weit die gesamte Politik von der Realität entfernt ist.
Das Gemurkse mit den Hartz-Sklaven ist einfach nur noch zum kotzen.
Hart-IVer die nicht arbeiten wollen, haben immer ihren Weg gefunden um dieser modernen Sklaverei zu entgehen. Das wird auch in Zukunft so bleiben. Menschen die arbeiten wollen, aber in dieser Gesellschaft aus den verschiedensten Gründen keine Arbeit mehr finden werden durch die Zwangsarbeit eines Ein-Euro-Jobbers nur gedemütigt, zum Spielball der Job-Center und psychisch krank gemacht.
Weiter so Deutschland !
Eine Farce, um nicht zu sagen beschämend, wie v.d. Leyen hilflos Konzepte zusammen schustert, deren Resultat nicht nur die realen Zahlen von Arbeitslosen kaschieren, wie vor kurzem die „Schwarte“ mit den 1 MIO Arbeitslosen vermittelt (von denen unter‘m Strich - nach dem Blick hinter den Kulissen - gerade mal 10% )...........
V.d. Leyen erwies sich in ihrem Job von Beginn an als absolut inkompetent - dieser Dame gehört die Rote Karte gezeigt!
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