Energiewende Bsirske sieht 100 000 Jobs durch Kohle-Abgabe bedroht

Kohle-Abgabe - Frank Bsirske ARCHIV - Der Vorsitzende der Gewerkschaft Verdi, Frank Bsirske, spricht am 18.12.2014 in Berlin über die Forderungen der Gewerkschaften zu der Tarifrunde 2015. Foto: Britta Pedersen/dpa (zu dpa 'Bsirske: Gabriels Kohle-Abgabe gefährdet 100 000 Jobs' vom 04.04.2015) +++(c) dpa - Bildfunk+++

(Foto: dpa)
  • Der Verdi-Vorsitzende Frank Bsirske warnt vor einer geplanten Sonderabgabe auf alte Kohlekraftwerke. 100 000 Job seien dadurch gefährdet.
  • Der Gewerkschafts-Chef rechnet nach Ostern mit massiven Protesten.

Bisirske warnt vor Sonderabgabe auf Kohlekraftwerke

Verdi-Chef Frank Bsirske rechnet nach Ostern mit massiven Protesten gegen die von der Bundesregierung geplante Sonderabgabe auf alte Kohlekraftwerke.

Gabriel läutet Ausstieg aus der Kohlekraft ein

Die schmutzigsten Kohlekraftwerke sollen vom Netz. Wirtschaftsminister Gabriel will ihren Betrieb unrentabel machen. Beim Thema Stromtrassen riskiert er neuen Streit mit CSU-Chef Seehofer. Von Michael Bauchmüller mehr ...

Die von Wirtschaftsminister Sigmar Gabriel (SPD) vorgeschlagene Abgabe bedrohe bis zu 100 000 Arbeitsplätze, sagte Bsirske. Denn diese Pläne würden die Gefahr eines tiefgehenden Strukturbruchs im Braunkohlerevier in der Lausitz und im rheinischen Revier bergen.

Emmissionen sollen bis 2040 um 40 Prozent verringert werden

Gabriel und Kanzlerin Angela Merkel (CDU) wollen bis 2020 unbedingt das Ziel von 40 Prozent weniger klimaschädlichen CO2-Emissionen im Vergleich zu 1990 einhalten. Bisher sind 27 Prozent erreicht.

Bis 2020 sollen die Kraftwerks-Emissionen neben bereits geplanten Maßnahmen um zusätzliche 22 Millionen Tonnen Kohlendioxid gemindert werden. Dafür plant Gabriel eine Klimaabgabe beim Überschreiten eines CO2-Freibetrags für über 20 Jahre alte fossile Kraftwerke.