Er galt als "Mubarak, der Zweite" und war nach dem Sturz seinen Mentors für einen Tag erster Mann im Staat. Jetzt will der frühere Geheimdienstchef Omar Suleiman Ägyptens Präsident werden - und erhält umgehend Todesdrohungen von den Muslimbrüdern.
Von Sonja Zekri, Kairomehr...
Omar Suleiman rettete Ägyptens Präsident Mubarak einst das Leben und verhandelte geduldig mit Israelis und Palästinensern. Nun ist der frühere Geheimdienstchef der mächtigste Mann des Landes - und vermittelt zwischen Regime und Opposition.
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Die mit Spannung erwartete Rede Hosni Mubaraks ist vorbei - doch die Hoffnungen der Demonstranten wurden bitter enttäuscht. Der Despot taktiert - und bleibt im Amt. Mubarak überträgt seinem Stellvertreter Omar Suleiman zwar einige Befugnisse, den sofortigen Rücktritt lehnt er jedoch ab. Die Menschen in Kairo reagieren wütend.
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Er war ein enger Vertrauter des früheren ägyptischen Machthabers Mubarak: Der ehemalige Geheimdienstchef Omar Suleiman ist gestorben - in den USA.
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Die Ära Mubarak ist zu Ende: Ägyptens Vizepräsident Omar Suleiman verkündet den Rücktritt des seit fast 30 Jahren regierenden Präsidenten. Als letzte Amtshandlung legt Mubarak die Führung des Landes in die Hände der Streitkräfte - und setzt sich in den Badeort Scharm el-Scheich ab. Der Jubel der Demonstranten kennt keine Grenzen.
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Ein äußerer Feind, um die innere Diktatur zu rechtfertigen: Ägypten hat den Vertrag über Gas-Lieferungen ins benachbarte Israel gekündigt. Mit Politik habe das nichts zu tun, beteuert der Chef der ägyptischen Gasholding, doch das glaubt ihm kaum jemand. Im Mai wählt Ägypten einen neuen Präsidenten, im Juni sollen die Generäle ihre Macht abgeben. Bis dahin erlebt das verwirrte Land ein kaum durchschaubares Ringen um die besten Plätze für die Zeit danach.
Von Sonja Zekri, Kairomehr...
Einsprüche abgelehnt! Die ägyptische Wahlkommission hat den Ausschluss von zehn Bewerbern von der Präsidentschaftswahl bekräftigt - darunter drei der aussichtsreichsten Kandidaten für die Nachfolge von Hosni Mubarak. Zur Begründung gibt das Gremium formale Kriterien an.
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Mubaraks Vertrauter wollte auch Mubaraks Nachfolger werden. Doch Ex-Geheimdienstchef Suleiman darf nach einer Entscheidung der Wahlkommission nicht für die Präsidentschaftswahl in Ägypten kandidieren - laut Umfragen galt er als Favorit. Auch der Kandidat der Muslimbrüder und ein Salafist sollen ausgeschlossen werden. Der Machtkampf spitzt sich zu.
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In Ägypten verschärft sich der Machtkampf zwischen Islamisten und der Militärführung. Das von Muslimbrüdern und Salafisten dominierte Parlament möchte Anhänger des alten Regimes von der Präsidentenwahl ausschließen. Die Annahme des neuen Gesetzes durch die Militärregierung gilt als unwahrscheinlich.
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Ägypten macht Mubarak den Prozess: Der gestürzte Präsident lässt sich im Krankenbett in den Gerichtssaal rollen und verkündet: "Ich bestreite alle Anklagepunkte". Draußen verfolgen Anhänger Mubaraks sowie die Revolutionäre vom Tahrir-Platz die Verhandlung auf Großleinwand - bei Ausschreitungen werden Demonstranten verletzt.
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Libyens Machthaber Gaddafi reagiert erzürnt auf die Ankündigung der internationalen Kontaktgruppe, den Übergangsrat der Rebellen als legitime Vertretung des Landes anzuerkennen. Für das Volk habe diese Entscheidung keine Bedeutung, verkündet er - und droht allen, die sich von ihm abwenden.
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Die USA erhöhen den Druck auf Ägyptens renitenten Diktator Mubarak: US-Präsident Barak Obama drängt auf einen raschen Machtwechsel. In Kairo bröckelt offenbar der Widerstand des alten Regimes.
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Naguib Sawiris "Rat der Weisen" soll die Verhandlungen in Ägypten moderieren. Der Unternehmer plädiert schon seit Jahren für einen Wandel, ist aber gegen einen radikalen Umbruch - denn dann drohe Chaos in der gesamten Region. Die Lage sei "extrem gefährlich".
Interview: Tomas Avenariusmehr...
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Die Führungsriege der ägyptischen Regierungspartei NDP beugt sich offenbar dem Druck der Demonstranten - und tritt ab, darunter auch Mubaraks Sohn Gamal. Der Vater indes bleibt.
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Bei den Unruhen in Ägypten stehen sich nicht nur Demonstranten und die Staatsmacht gegenüber. Die Polizei hat andere Interessen als die Armee - und nicht alle Ägypter hoffen auf ElBaradei. Ein Überblick.
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Der Jubel kennt keine Grenzen. Die ganze
Nacht über feiert Ägypten den Rücktritt von Präsident Mubarak. Bei Tagesanbruch beten Tausende auf dem Tahrir-Platz. Das Schicksal des Landes liegt jetzt in den Händen des Militärs.
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Unbändiger Jubel nach 18 Tagen des Protests: Ägyptens Präsident Hosni Mubarak hat den Machtkampf mit der Demokratiebewegung verloren und ist nach drei Jahrzehnten im Amt abgetreten. Der Oberste Militärrat hat die Übernahme der Regierungsgeschäfte bestätigt.
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In Ägypten wird Geschichte geschrieben - und die USA schauten hilflos zu. Obwohl das Land jährlich 80 Milliarden Dollar für seine Geheimdienste ausgibt, haben diese das Weiße Haus nicht vor den drohenden Umstürzen gewarnt.
Von Christian Wernicke, Washingtonmehr...
Am 18. Tag der Proteste haben die Demonstranten auf dem Tahrir-Platz eines ihrer wichtigsten Ziele erreicht: Mubarak geht, das Volk feiert. Die Bilder aus Kairo.
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Die Hoffnungen der Demonstranten vor der Rede von Hosni Mubarak waren gewaltig, doch die Menschen wurden bitter enttäuscht. Der ägyptische Staatschef übergibt zwar Befugnisse an Vizepräsident Suleiman, er will aber bis September im Amt bleiben. Frustration und Wut auf dem Tahrir-Platz sind groß. Für Freitag ruft die Opposition zu einem neuen "Marsch der Millionen" auf.
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Bei der Präsidentenwahl blieb etwa die Hälfte der Wähler zu Hause, zu dem Prozess gegen Ex-Präsident Husni Mubarak hat aber fast jeder Ägypter eine Meinung. Die meisten wollten ihn hängen sehen. Doch am Ende entscheidet das Gericht auf lebenslängliche Haft. Angehörige der Toten vom Tahrir-Platz drohten im Vorfelt der Urteilsverkündung mit Selbstjustiz.
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Plötzlich war für ihn kein Platz mehr im Kreise der Waffenbrüder: Beim Treffen der Armeeführung saß Mubarak nicht zwischen seinen Offizieren. Warum die Generale zuletzt offensiv versuchten, den Präsidenten zum Rücktritt zu drängen.
Von T. Avenariusmehr...
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Die Sturheit des ägyptischen Autokraten befeuert die Entschlossenheit seiner Gegner: Bis zu 20 Millionen Menschen will die Opposition heute gegen Mubarak auf die Straße bringen. Das Militär kündigt derweil eine "wichtige Erklärung" an.
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Auf dem Tahrir-Platz jubeln die Demonstranten schon: Haben die wochenlangen Proteste Erfolg? In Ägypten verdichten sich die Hinweise auf einen zügigen Machtwechsel. Laut britischen und amerikanischen Berichten soll Präsident Mubarak seinen Rückzug angedeutet haben. "Es endet heute Nacht", soll ein ranghoher Militär verkündet haben.
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Der britische Journalist John R. Bradley sagte schon 2008 in einem Buch einen Umsturz in Ägypten voraus. Er erklärt im sueddeutsche.de-Gespräch, weshalb das Volk Mubaraks Sohn Gamal hasst, wo für die Armee die Grenzen der Loyalität liegen - und wieso der morgige Freitag entscheidend sein könnte.
Interview: Marlene Weissmehr...
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