Widersprüchliche Meldungen um den Wechsel des Nationalspielers zum FC Bayern, Italienischer Radsport versinkt in einem Dopingskandal, HSV Hamburg vor dem ersten Titel, Gastgeber Slowakei droht bei der Eishockey-WM das frühe Aus. Sport kompakt
Fußball-Nationalspieler Jerome Boateng und Rekordmeister Bayern München haben sich angeblich über einen Wechsel verständigt. Der Münchner Merkur berichtet, dass sich der 22 Jahre Innenverteidiger, derzeit noch in Diensten von Manchester City, mit den Bayern bereits geeinigt habe. Dagegen schreibt die Bild-Zeitung, dass Manchester die Freigabe für Boateng verweigert. "Wir haben mit Jerome große Ziele. Er ist ein wichtiger Bestandteil unserer Planungen. Er ist nicht zu verkaufen", wird Mike Rigg, Sportlicher Leiter der "Citiziens", zitiert. Auch Bayern-Sportdirektor Christian Nerlinger dementierte eine Einigung. Boatengs Berater Jörg Neubauer wollte sich am Mittwoch auf SID-Anfrage zu dem Thema "gar nicht äußern". Fakt ist, dass der derzeit verletzte Boateng bei den Bayern ganz oben auf der Einkaufsliste für die kommende Saison steht. Nerlinger räumte immerhin ein, dass der Nationalspieler beobachtet würde. Er soll auch schon Kontakt zu Neubauer aufgenommen haben. Boateng hat bei Manchester City einen Vertrag bis 2015. Im Sommer zahlte der englische Premier-League-Klub 12,5 Millionen Euro an den Hamburger SV. Boateng soll der in dieser Saison äußerst anfälligen Bayern-Abwehr die nötige Stabilität geben. Neben Boateng wird Zweitliga-Torjäger Nils Petersen von Energie Cottbus und auch der Gladbacher Marco Reus mit den Bayern in Verbindung gebracht. Als Alternative zu Reus wird zudem der Lauterer Ivo Ilicevic gehandelt.
FC Bayern: Planung für die nächste Saison
Anzeige
Nach erneuten Fußball-Krawallen im EM-Gastgeberland Polen hat die Regierung in Warschau harte Konsequenzen angekündigt. Am Dienstagabend hatten heftige Ausschreitungen das Pokalfinale zwischen Legia Warschau und Lech Posen (5:4) in Bydgoszcz überschattet. Nach dem Schlusspfiff stürmten Hooligans das Spielfeld, demolierten Werbebanden, beschädigten eine Zuschauertribüne und attackierten Fotografen. Erst durch den Einsatz von Wasserwerfern konnte die Polizei die Situation unter Kontrolle bringen. "Es wird eine starke Reaktion der Regierung geben. So kann es nicht weitergehen", sagte Regierungssprecher Pawel Gras. Premierminister Donald Tusk wies die Polizei und den Innenminister an, ihm Informationen über die Ausschreitungen zu geben. Die Europäische Fußball-Union (UEFA) hatte in der Vergangenheit Polen mehrfach wegen Hooligan-Ausschreitungen kritisiert, die das "Image des Landes" zerstörten. Die polnische Regierung hatte für die EM 2012, die in Polen und der Ukraine ausgetragen wird, schärfere Gesetze angekündigt. Im März hatten polnische Hooligans bei einem Länderspiel der Nationalmannschaft in Litauen randaliert. Die litauische Polizei hatte gegen die mehreren hundert Chaoten hatten außerhalb des Stadions Tränengas einsetzen müssen.
Mit zwei Siegen sind die Beachvolleyball-Weltmeister Julius Brink und Jonas Reckermann in das Welttour-Turnier in Shanghai gestartet. Das Erfolgsduo bezwang am Mittwoch zunächst die Norweger Iver Andreas Horrem/Oivind Hordvik mit 2:1 (21:15, 19:21, 15:9). Auch im zweiten Spiel gegen die Georgier Gior/Gia mussten Brink/Reckermann beim 2:1 (17:21, 24:22, 15:11) über drei Sätze gehen, haben nun aber bereits Platz neun sicher. David Klemperer/Eric Koreng starteten ebenso mit einem Sieg und einer Niederlage in das Turnier wie Sebastian Dollinger/Stefan Windscheif und Jonathan Erdmann/Kay Matysik.
Gastgeber Slowakei droht bei der Eishockey-WM das frühe Aus. Zum Vorrundenabschluss verlor das Team um NHL-Star Marian Hossa 3:4 (1:2, 2:1, 0:1) gegen Rekordweltmeister Russland und geht ohne Punkte in die Zwischenrunde. Der Viertelfinal-Einzug, das Minimalziel vor eigenem Publikum, ist damit in weite Ferne gerückt. Die Russen nehmen dagegen als Zweiter der Gruppe A hinter der deutschen Nationalmannschaft drei Punkte mit. In der Gruppe B sicherte sich Olympiasieger Kanada mit dem dritten Sieg im dritten Spiel Platz eins. Beim 4:3 (0:1, 2:0 1:2, 1: 0) gegen die Schweiz mussten die NHL-Profis aus dem Eishockey-Mutterland allerdings in die Verlängerung. In die Abstiegsrunde muss überraschend Weißrussland. Der Weltranglistenzehnte kassierte mit 1:2 (0:1, 0:0, 1:0, 0:1) nach Verlängerung gegen Frankreich die dritte Pleite im dritten Spiel.
Sie sind jetzt auf Seite 1 von 2 nächste Seite
Torwartlegende Sepp Maier im Interview. SZ am Wochenende Jetzt lesen ...
- Dopingfahnder in Italien Ausdauer wie ein Pferd 23.04.2011
- Sport kompakt 15 Millionen Umsatz mit Doping 22.04.2011
- Radsport: Jörg Jaksche "Mir wäre das auch passiert" 13.04.2011
- Radsport: Patrik Sinkewitz Auch die B-Probe ist positiv 07.04.2011
- Radsport: Doping Sinkewitz positiv getestet 18.03.2011
- Affäre in Freiburger Sportmedizin Auffällig ähnlich 03.03.2011
Freundschaft zwischen den Geschlechtern
Champions-League-Finale