Philipp Lahm ist ein Teamplayer, er hat seine Bereitschaft zum Seitenwechsel bereits kundgetan. Theoretisch könnte Löw Bayerns Personaldispositionen souverän ignorieren und seinen Kapitän rechts hinten besetzen - aber Lahm ist ihm zu wichtig. Löw sieht das radikaler als der Spieler; Lahm würde es reichen, wenn er ein paar Tage vor einem Länderspiel von seiner Rolle in Kenntnis gesetzt wird.

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"Aber ich möchte das nicht mehr, dass Philipp alle paar Wochen die Position wechselt", sagt Löw. Er möchte, dass seine Elf auch an den Rändern eine Achse hat. "Das Zusammenspiel des Außenverteidigers mit seinem Vordermann muss automatisiert sein", sagt Löw.

Er würde einen Rollenwechsel schon bedauern, "denn Lahm und Müller auf rechts, das funktioniert hervorragend". Aber wenn Lahm seine Automatismen im Alltag wieder auf links schärft, würde wohl auch Löw den Platztausch anordnen.

Es sieht so aus, als würde der Brasilianer Rafinha seinen deutschen Rechtsverteidiger-Kollegen eine Menge Gutes tun. Wurde zuletzt verzweifelt ein Linksverteidiger fürs DFB-Team gesucht (Schmelzer? Aogo? Jansen?), so könnte bald wieder ein Rechtsverteidiger gebraucht werden - Lahms Rückversetzung nach links wäre eine gute Nachricht für Spieler wie Andreas Beck oder Sascha Riether, die aus Löws Kader still verschwunden sind.

Womöglich wird Löw die Lahm-Lücke aber auch mit einem künftigen Klubkollegen besetzen, mit Jerome Boateng. Den wird der FC Bayern wohl auch kaufen - als Innenverteidiger.

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  1. Der Seitenwechsel des Philipp Lahm
  2. Sie lesen jetzt Die Generation hinter Lahm
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(SZ vom 30.05.2011/ebc)