Was geschah in einem Münchner Hotel zwischen Franck Ribéry und der minderjährigen Prostituierten Zahia Dehar? Frankreich spekuliert über neue Erkenntnisse im Pariser Verfahren. Dehar soll mit ihrem Honorar nicht zufrieden gewesen sein.
Hat das Ermittlungsverfahren gegen Franck Ribéry wegen "Kontaktanbahnung zu einer minderjährigen Prostituierten" am Ende etwas mit dem frühen Ausscheiden der französischen Elf bei der WM in Südafrika zu tun? Oder übt möglicherweise gar die Politik Druck auf die Justiz aus? Die Anwältin des Mittelfeldspielers vom FC Bayern, Sophie Bottai, deutet dies zumindest an.
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Die Sex-Affäre um Franck Ribéry geht in Frankreich vor Gericht. Spielt das Flugticket der Prostituierten eine entscheidende Rolle? (© dpa)
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"Ich stelle mir zumindest die Frage", sagte sie am Mittwoch der SZ: "Vielleicht ist der ermittelnde Untersuchungsrichter ein enttäuschter Fan?", fragte sie rhetorisch. Der Ruf des Untersuchungsrichters André Dando allerdings ist ein anderer. Er gilt in Paris als ausgesprochen sorgfältig arbeitender Ermittler. Laut der französischen Sportzeitung L'Equipe habe Dando sogar zugunsten des Spielers gehandelt und die Fußball-WM in Südafrika abgewartet, bevor er Ribéry am Dienstagvormittag kurz und vorübergehend in Polizeigewahrsam hatte nehmen lassen.
L'Equipe zitierte am Mittwoch eine Justizquelle, der zufolge es neue Erkenntnisse in dem Fall gebe, ohne die der Richter kein Ermittlungsverfahren gegen Ribéry und Real Madrids Stürmer Karim Benzema hätte einleiten können. Anwältin Bottai bestreitet hingegen, dass es eine neue Entwicklung gebe und will einen Antrag auf Einstellung des Verfahrens stellen.
"Und wie alt bist Du?"
Sie beharrt darauf, dass die Prostituierte Zahia Dehar den Fußballprofi über ihr wahres Alter belogen habe. Dies geht auch aus dem Vernehmungsprotokoll hervor, aus dem die Boulevard-Zeitung Le Parisien zitiert. Danach bestätigte Dehar gegenüber der Polizei, dass sie gelogen habe. Als sie in München angekommen sei und mit Ribéry zu Abend gegessen habe, habe er sie gefragt: "Und wie alt bist Du?" Sie habe geantwortet: "Ich bin 18." In Wahrheit war sie 17.
Ribéry wird daher der Kontaktaufnahme mit einer Minderjährigen verdächtigt. Eine Straftat, auf die in Frankreich bis zu drei Jahre Haft und eine Geldstrafe von bis zu 45.000 Euro steht. Die Ermittlungen der Behörden richten sich gegen einen Zuhälterring, der im Nachtclub "Zaman Cafe" an den Champs-Élysées in Paris Callgirls unter anderem an Fußball-Profis vermittelt haben soll. Gegen vier Verdächtige, darunter den Clubbesitzer, wurde bereits Anklage erhoben.
Doch was sind die angeblich neuen Erkenntnisse des Untersuchungsrichters? Am Mittwoch gab es darüber nur Spekulationen. Für die Pariser Presse spielt möglicherweise der Kauf des Flugtickets eine Rolle. Schließlich müsse man beim Kauf des Tickets das Alter der Passagiere angeben.
"Und alle hatten Sex"
Bottai sagte dazu, ein Freund von Ribéry habe Dehar das Geld vorgestreckt. "Sie hat anschließend das im Voraus bezahlte Ticket abgeholt und erst in dem Moment der Fluglinie ihren Personalausweis gezeigt. Selbst der Freund von Ribéry kannte das Alter des Mädchens nicht." Die Prostituierte selber soll vor der Polizei gesagt haben: "Mein Flugticket und auch das Hotel Kempinski waren schon bezahlt. Ich weiß aber nicht, wer bezahlt hat."
Bleibt die Frage, ob nicht der angebliche Bekannte von Dehar, Kamel R., gegen den die Justiz seit April ermittelt und der sie nach München begleitete, über ihre Minderjährigkeit Bescheid wusste. Kamel R. wiederum soll dem Revolver-Blatt France Soir zufolge Ribéry vor der Polizei in Schutz genommen haben. Ribéry habe ihr Alter nicht kennen können, er selbst habe sich um alles gekümmert.
Kamel R. hätte allerdings auffallen müssen, dass Ribéry im Kempinski-Hotel am Münchner Flughafen vor seinen Augen eine Straftat begeht. Denn nach den Aussagen der Prostituierten vor der Polizei spielte sich laut France Soir in dem Hotel eine Orgie ab. "Da war Kamel und ein anderes Mädchen", soll Dehar zu Protokoll gegeben haben: "Und alle hatten Sex."
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Harte Kritik des Bayern-Präsidenten
Da sitzen wohl wirklich FC Bayern-Fans hier als Aufpasser, wie man inzwischen in anderen Foren lesen kann. Unangenehme Wahrheiten über den FC Bayern und seine Protagonisten werden schlicht zensiert. So z.B. auch ein Beitrag von mir, der auschließlich feststehende Fakten und meine Meinung enthielt und anderswo (z.B. Spiegen, Stern) selbstverständlich ohne Problem veröffetlicht wurde.
Die Zensur hier in Sachen FC bayern steht der SZ (die sich so gerne auf Pressefreiheit, also die Schwester der Meinungsfreiheit beruft) in der Tat nicht gut zu Gesicht. Es macht offenkundig keinen Sinn mehr hier zu schreiben, wenn derart Zensiert wird. Verabschiede mich damit hier von diesem Zensurblatt.
P.S.: Wer meinen hier zensierten Beitrag lesen will, kann das z.B. bei spiegeonline, stern.de oder bei tagesspiegel.de u.a. machen.
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Ob das an den Kopfbällen liegt, die vergleichbare Intensität haben sollen mit Kopftreffern beim Boxen, von denen bekannt ist, dass sie zur "weichen Birne" führen?
Mag sein, dass die weiche Birne bereits Voraussetzung für eine Spielerkarriere ist.
Was dem einen Land Loddar, ist dem anderen Land Ribéry.
Es können beide nach Kamerun gehen.
Loddar spricht schon perfekt Camfranglais.
denn ich kann weder einen Skandal noch irgendetwas Berichtenswertes erkennen. Der Justiz in Frankreich und den Medien hier sind wohl die Themen ausgegangen. Sommerloch halt.
Gerdezu köstlich ist ja die Aussage der Anwältin: "Sie ist aber eine tolle Frau und hat die Situation verstanden."
Unbelassen ist Frau R. eine tolle Frau, wenn sie das alles so wegsteckt, aber was gibt es an der Situation zu verstehen. Ein ungehobelter, reicher Fußballer macht eine kleine Sause im Bordell zwischen Tür und Angel. Und überehaupt das Wort Situation. Klingt ein bisschen wie: Hups, da bin ich ja mal ganz zufällig in einem Puff gelandet.
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