Früher hat Bastian Schweinsteiger selbst gerne die bunten Boulevard-Blätter bedient. Jetzt wehrt sich der Bayern-Profi kraftvoll gegen Springer - und spielt dem Verlag damit ungewollt in die Karten.
Am Freitag hat der FC Bayern München eine Presse-Erklärung herausgegeben, die mit: der Verein "steht zu Bastian Schweinsteiger", überschrieben war.
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"Chefchen" oder nicht? Bayern-Profi Bastian Schweinsteiger. (© AFP)
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In fünf Sätzen listete der deutsche Fußball-Rekordmeister die Verdienste des 26-jährigen Nationalspielers auf, das Schlusswort hatte der Vorstandsvorsitzende, Karl-Heinz Rummenigge: "Dass ein Mann mit so einer sportlichen Vita nun als ,Chefchen' verhöhnt (...) wird, ist unerhört und eine Frechheit. Wir verstehen, dass sich Bastian Schweinsteiger dagegen auch mal zur Wehr setzt. Dass er (...) mit seiner Wortwahl übers Ziel hinausschoss, war nicht in Ordnung. Dies weiß er." Weiß er das wirklich?
Die "Chefchen-Affäre", in der es kurz gesagt um Schweinsteigers Qualität als Führungsspieler geht, ist zum einen Ausdruck von Nervosität, die beim FCBayern um sich greift, weil er in der Bundesliga die Champions League zu verpassen droht. Zum anderen ist sie Lehrstück über den hyperventilierenden Medienbetrieb Bundesliga, eines Geflechts aus Abhängigkeiten.
Im Fall Schweinsteiger geht es speziell um denjenigen, der vielleicht meint, nur er bestimmt, wohin der Ball zu rollen hat. Rummenigge hat diesen Spielmacher nicht genannt, vielleicht mit Bedacht. Man braucht sich womöglich noch einmal gegenseitig: der große FC Bayern und die grätschende Abteilung Sport aus dem Hause Springer.
Der Regisseur Schweinsteiger hat zuletzt nicht mehr richtig mitgespielt bei diesem Geben und Nehmen, das ihn auch groß machte. Angeblich soll er Interview-Anfragen von Sport-Bild und Bild zurückgewiesen haben. Es sieht jetzt fast so aus, als ob er, der Springers Spielplan ablehnt, quasi die rote Karte bekommt. Wegen der Ungeheuerlichkeit, sich zu verweigern.
Die Härte in diesem Spiel hat offenbar zugenommen, weshalb nun Schweinsteiger seinerseits rot sah - als er an diesem Donnerstag einen Sport-Bild-Mann wegen eines Artikels in einer Presse-Runde mit derben Kraftausdrücken belegte.
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Freundschaft zwischen den Geschlechtern
Champions-League-Finale
Die Geister, die er rief, die wird er nicht mehr los...er hätte es wissen können. Seit Jahrzehnten wissen wir, wie die Bild-Zeitung tickt, mindestens die Klinsmann-Hetze der Bild hätte Schweinsteiger misstrauisch machen müssen.
Allerdings Herr Burkert: Warum eine Pressekonferenz ein "semi-öffentliches Zwiegespräch" sein soll, erschließt sich mir wirklich nicht. Und die Wortwahl und die Drohungen, die er aussprach sind drastisch genug. Als öffentliche Person mit Vorbildfunktion für Jugendliche muss er sich eben manchmal auf die Zunge beißen. Immerhin wird das mit nicht zu geringen Einkünften belohnt. Insofer bleibt nur mit Talleyrand zu sagen: Schlimmer als ein Verbrechen, ein Fehler. Das wird ihm noch Jahre nachhängen und seinen Werbewert deutlich reduzieren.
Dem Kerl fehlen Auslandserfahrung und internationale Titel!
Die Münchner Hippi-Welt ist das eine,
leuchtet der Stern nicht mehr ganz so dolle,
fehlen die Antworten!
Noch nie in der langen Ära von Bayern München war der Club international so unbedeutend, wie seit dem Titel-Gewinn im Jahr 2001!
Dazu könnten Schweini & Co. passende Antworten liefern.
Nicht nur mit blonden P1-Hasen flanieren, sondern auf dem Platz glänzen.
Das fehlt diesen Schweinis, gegenüber Cheffe Effe & Co.!
Ach was.
Bei dieser "Zeitung" heisst das passende Bild (grins): "Füllt denen gewollt die Jauchegrube".