Augsburgs Stürmer Sascha Mölders "Für mich war das echt schlimm"

Auch beim Torjubel sollten Sie noch üben! Ganz ehrlich: Dieses Rad nach ihrem Treffer sah ein wenig ungelenk aus.

Richtig beobachtet. Ich würde mir da auch eine glatte Sechs minus geben. Das wirkte vermutlich ziemlich steif. In dem Moment ging es mit mir durch und dann habe ich einen anfängerhaften Flik-Flak geschlagen. Ich weiß, ehrlich gesagt, auch nicht, wie ich auf so eine Schnapsidee kam.

Auf jeden Fall ist nun klar: Humor haben Sie. Braucht man den, wenn der Rückstand auf die rettenden Plätze derart hoch ist wie in Augsburg?

Was heißt großer Rückstand? Wir liegen jetzt nur noch einen Punkt hinter dem Relegationsplatz. So weit sind wir also gar nicht von unserem Ziel entfernt. Wenn wir am Ende in diesen beiden Entscheidungsspielen die Chance auf den Klassenerhalt bekommen, nehmen wir das gerne an. Klar hilft auch ein gewisser Witz, wenn es mal nicht so läuft.

Ein bisschen Spaß ist also auch im Abstiegskampf nicht verkehrt?

Wenn man keine Freude am Fußball hat, wäre es doch traurig. Spaß sollte nie zu kurz kommen. Ich bin jemand, der sehr gerne lacht. Wenn mir der Fußball irgendwann nicht mehr gefällt, kann ich gleich aufhören.

Ihr Trainer Markus Weinzierl haderte am Ende der Vorrunde: "Es ist nicht leicht, wenn man gut spielt und dennoch jede Woche auf die Fresse bekommt." Können Sie diese schwierige Phase beschreiben?

Für mich war das echt schlimm. Es hieß nach Niederlagen oft, dass wir gut gespielt hätten (wie im Pokalspiel gegen die Bayern, d. Red.) und dass es hoffentlich beim nächsten Mal klappt. Aber dafür kann man sich eben nichts kaufen. Es war frustrierend: Jedes Spiel gaben wir alles, aber uns fehlten die guten Resultate. Ich hoffe, dass wir jetzt endlich ordentlich Punkte sammeln.

Wie geht's es denn weiter mit dem FCA? Mit dem Sieg in Düsseldorf sieht es ja zumindest wieder etwas hoffnungsvoller aus.

Wir haben noch 16 Spiele und treffen auf unsere direkten Konkurrenten. Da sind noch viele Partien zu gewinnen. Ich bin zuversichtlich, dass wir es schaffen, denn ich bin von unserer Mannschaft überzeugt.

Sie haben soeben Ihren Vertrag bis 2015 verlängert - gar keine Angst, dann die nächsten Jahre in der zweiten Liga zu spielen?

Ich habe bewusst für beide Ligen unterschrieben, weil ich selbst im Fall eines Abstiegs helfen möchte, dass es wieder hoch geht. Aber ich gehe fest davon aus, dass wir auch kommende Saison noch Bundesliga spielen.

Am Wochenende muss Ihr Verein gegen Schalke ran, da haben wir einen Treffer für Sie eingeplant, in Wolfsburg sollten es am 20. Spieltag wieder drei sein. Lassen Sie uns bloß nicht hängen!

Okay, abgemacht. Ich gebe mein Bestes.