Wandern in ChileSchönheiten aus Granit und Eis

Im Nationalpark Torres del Paine im Süden von Chile führt eine mehrtägige Wanderung von Attraktion zu Attraktion, von den Granitnadeln der Torres del Paine bis hin zum blau-glitzernden Grey-Gletscher.

Eine Bilderreise von Matthias Huber

Im Nationalpark Torres del Paine im Süden von Chile führt eine mehrtägige Wanderung von Attraktion zu Attraktion, von den Granitnadeln der Torres del Paine bis hin zum blau-glitzernden Grey-Gletscher. Eine Bilderreise von Matthias Huber

Die Versuchung ist groß: Wie einfach wäre es, jetzt auf eines der Pferde zu steigen, die fertig gesattelt am Refugio Chileno bereitstehen? Doch die Urlauber sind zum Wandern, nicht zum Reiten in den Nationalpark Torres del Paine im äußersten Süden Chiles gekommen. Der Weg ist allerdings beschwerlich: Schon nach den zwei Stunden Fußmarsch zu diesem ersten Rastplatz im Nationalpark ist das T-Shirt schweißnass. Der 70-Liter-Wanderrucksack drückt mit 15 oder sogar 20 Kilogramm auf die Schultern. Und es sind noch mehrere Tage zu gehen: drei, wenn man sehr schnell ist, bis zu sechs, wenn man es ruhig angehen lassen will. Oder der Körper nicht mitspielt.

Seit 1978 zählt der Nationalpark Torres del Paine zum Weltkulturerbe der Unesco, jährlich besuchen ihn mehr als 100.000 Naturliebhaber. Ein Wanderweg führt zu den Höhepunkten des Parks, die Route sieht auf der Landkarte wie ein "W" aus und heißt deshalb auch so. Das Wahrzeichen des Nationalparks sind die namensgebenden Torres del Paine, die als spitze Felstürme vom Ufer des Rio Ascencio zu sehen sind. Sie sind auch das erste Tagesziel, wenn man das "W" vom östlichen Punkt aus angeht.

Bild: Matthias Huber 10. Januar 2013, 13:362013-01-10 13:36:01 © Süddeutsche.de/kaeb/joku