Pizzakartons

No frills, zu deutsch: keine Extras. Dies ist das Konzept vieler Billigfluglinien weltweit. Das bedeutet, dass Passagiere Speisen und Getränke an Bord extra zahlen müssen. Entertainmentsysteme gibt es meistens auch nicht und wenn die Maschine zu spät abhebt oder gar an einem Flughafen festsitzt, müssen die Passagiere Hunger und Langeweile ertragen. Da kann es schon mal zu spontanen Aufständen der Fluggäste kommen, wie beim irischen Anbieter Ryanair.

Doch mit diesem Piloten sollte das nicht passieren, obwohl auch er für eine Billigairline im Cockpit sitzt: Der Kapitän der US-amerikanischen Frontier Airlines hat die Null-Service-Politik seines Arbeitgebers subversiv unterlaufen. Als sein Flugzeug wegen schlechten Wetters in Cheyenne im Bundesstaat Wyoming stundenlang warten musste, ließ er seine hungrigen Passagiere und Besatzungsmitglieder nicht länger hungern - und bestellte Pizza. "Meine Damen und Herren, Frontier Airlines ist bekannt als eine der billigsten Fluglinien der USA, doch Ihr Kapitän ist nicht geizig", sagte er durch.

Manager Andy Ritchie vom Pizzadienst Domino's berichtete, wie er um 22.30 Uhr die ungewöhnliche Bestellung für 160 Flugzeuginsassen entgegennahm. Mit zwei Mitarbeitern habe er daraufhin 35 Riesen-Pizzen gebacken und zum Haupteingang des Airports gebracht, wo ein Flughafenvertreter sie in Empfang genommen und zum wartenden Flugzeug gebracht habe. Der Pilot habe mit Kreditkarte bezahlt.

Beim nächsten Flug machte sich die Rutsche an Bord breit - ganz ohne Not ...

SZ.de/olkl

Bild: codswollop / photocase.com

29. August 2014, 12:47 2014-08-29 12:47:12

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